jetzt beginnt gerade ein neuer Abschnitt bei mir hier in Ecuador - nennt sich Besuche - hatte naemlich am Do meinen letzten Arbeitstag und bin seit Freitag Nachmittag in Quito, denn heute ist Simone, eine Freundin und ihr Sohn Matthias und meine Mutter gekommen --> kann nur sagen, ist echt super
Ist schon irgendwie komisch, wie schnell die Zeit hier vergangen ist und ich jetzt nicht mehr arbeite, sondern hoechsten nochmals auf Besuch im CRN und bei meinen Mamis vorbeischauen - ist irgendwie ein seltsames Gefuehl und ich bin froh, dass ich das Packen in Sto. Domingo bis auf die letzte Minute herausgezogen hab und dass auch noch Jenny vorbeigeschaut hat ;-)
Bin also im Moment rein auf touristischen Pfaden in Ecuador unterwegs.
Bettistrip - 8. Jul, 02:38
Nachdem ich unverhoffterweise diese Woche Mo, Di frei hab (jetzt weiß ich auch, warum ich mein Abschiedsgeschenk von der Fasca schon letzte Woche bekommen hab) – es sind gerade die Feste von Sto. Domingo – hab ich mich kurzfristig entschlossen doch nochmals kurz nach Puerto Lopez zu fahren, um mir die Wale doch mal von der Nähe anzuschauen und auch mich schön langsam auf das Touristenleben hier einzustellen – gefühlsmäßig hab ich nämlich einen ganz eigenen Status – fühl mich weder als Tourist noch als Ecuadorianer, einfach als Voluntaria – und nachdem ja Sto. Domingo nicht gerade ein Ort mit vielen Touristen ist, braucht man eben ein bisschen, wenn man dann in einen echt touristischen Ort wie Puerto Lopez reist.
Zum Glück hatten auch Elisabeth und Johanna kurzfristig am Fr Abend noch Zeit, um gemütlich (auch mit Noemie) zusammenzusitzen und Fotos auszutauschen und uns noch von einander zu verabschieden, denn lustigerweise hören anscheinend alle „europäischen“ Voluntaria gleichzeitig auf – ich bild sozusagen mit meiner Abreise von hier am Fr die Nachhut und ist auch gut so, denn so hab ich doch noch in Ruhe Zeit alles gemütlich abzuschließen und mal zu genießen, dass ich das Haus für mich hab.
Aber wie wars in Puerto Lopez – bin also am Sa um 10.00 los und nach knappen 10 Stden Fahrt (2 Stden Verspätung) bin ich dann sogar angekommen und lustigerweise hab ich gerade noch Daniel und Jakob erwischt, die noch den letzten Bus nach Quito genommen haben – am Di kommt nämlich der Bruder von Daniel und dann stechen sie nochmals so richtig los (hoffentlich mit Jakob, denn den hat vielleicht das Dengue Fieber ereilt – hoff es war doch nur eine Grippe) – bin dann wieder in Hostal Villa Columbia abgestiegen – die Besitzerin hat mich gleich wieder erkannt und freundlich willkommen geheißen – nach gutem Speis und Trank (Crepe mit Shrimps und 2 Jugos) gabs dann am Abend die 1. Ferria de Artisanias y Cultura am Strand mit Tänzen aus den verschiedensten Regionen – es ist sogar eine Gruppe aus Esmeraldas angereist – hab echt klasse Musik gemacht und gut getanzt, wobei die Gruppen aus der Gegend auch nicht zu unterschätzen waren – war auf jeden Fall recht lässig.
Nach einer etwas fröstelnden Nacht (warum hab ich nur nicht meinen Schlafsack mitgenommen??), aber einem guten Frühstück gings am nächsten Tag dann los mit einer bunt gemischten Gruppe von Touris (D, USA,….)und Ecuadorianern zum Wale schauen – und das war echt genial – haben einen Wal gesehen, der gleich ein paar Sprünge hingelegt hat und danach ein kleines Rudel, wo auch ein paar Babywale dabei waren – Fotos hab ich leider nicht viele gute, denn meine Kamera ist einfach zu langsam – hab mir aber eine geniale Karte von einem springenden Wal gekauft.
Nachdem die See ein bisschen stürmisch war und ein paar Teilnehmer etwas seekrank wurden (lustigerweise waren der Großteil Ecuadorianer) sind wir dann ein bisschen früher zurück – macht aber nichts – war trotzdem super.
Am Abend bin ich dann wieder Richtung Sto. Domingo aufgebrochen und leider hab ich diesmal ein blödes Busunternehmen erwischt – der Trottel von Busfahrer hat beschlossen ein bisschen Zeit einzusparen und hat dabei den Busterminal von Sto. Domingo eingespart bis ichs gecheckt hab, waren wir dann schon wieder aus Sto. Domingo draußen und ich hab mitten in der Nacht auf einem Mautsposten einen anderen Bus abpassen müssen, der mich wieder zurück nach Sto. Domingo nimmt – hab Gott sein Dank nicht lange warten müssen und war dann um 3.00 zu Haus und gemütlich im Bett.
das war der fall, wo ich einfach viel zu spaet mit dem Abdruecken dran war
so ist, wenn man gerade den Sprung verpasst hat
das ist sozusagen das Beweisfoto (mit Schwanzflosse), damit ihr auch wisst, dass es wirklich Wale zu sehen gab. ;-)
Bettistrip - 3. Jul, 22:04
Letzten Freitag haben Noemie und ich im CRN unser Abschiedsevent veranstaltet – wir haben Schoko-Fondue gegessen und nachher unser Kasperltheater aufgeführt. Bin voll stolz auf uns, denn wir haben wirklich fleißig gearbeitet um die Puppen fertig zu bekommen und wir haben dann noch am Do das Stück geschrieben und auch noch geprobt!!!
War auf jeden Fall sehr lässig und ein echter Erfolg – sie haben sich richtig zerkugelt – besonders als Diana, die Chefin des Zentrums und auch Chanena, die Frau mit der ich zusammengearbeitet hab, aufgetreten sind – eine der Krankenschwestern hat sogar gehofft, dass sie die schwarze Mami war – war richtig enttäuscht, dass es dann doch nicht so war.
Schick euch noch ein paar Impressionen davon.
so haben unsere fertigen Puppen ausgesehen bzw. sehen immer noch so aus
unsere Puppen in Aktion (von li nach re: Diana, Chanena; Kasperl, Gretel)
Noemie in Aktion
unsere Zuschauer
Bettistrip - 3. Jul, 21:55
• Mein Zimmer ist ein wares Paradies für Feuchtigkeit und Schimmel – züchte wunderbare Schimmelkulturen vom Typ flauschig weiß (so was hab ich in Ö noch nie gesehen) – aber Ecuador speziell Sto. Domingo ist ja, was das Wasser betrifft, ja wirklich gesegnet ist einfach einzigartig für seine Natur - und ganz ohne "Zimmerpflanzen" kann ja doch nicht leben ;-()
ein stuecken schimmelwand
nur damit man weiss, wie gross meine kultur schon ist --> hab hier eher einen weissen als einen gruenen daumen
• Derzeit sind die Feste von Sto. Domingo stell einfach ein paar Impressionen von heute drauf (Autorennen direkt vor der Haustür, Umzug der Pferde im Zentrum)
autorennen, blick von unserer haustuer aus
pferdeumzug 1
"mariachis" spielen auf
gibt natuerlich auch andere musik
reine pferdestaerkenimpression
Bettistrip - 26. Jun, 23:22
Diesen Sa in ich seit langem (3 Wochen!!!) wieder mal aus Sto. Domingo rausgekommen – ich glaub, dass ist die längste Zeit, die ich in einem Stück im So. Domingo verbracht hab ;-)
Noemie und ich sind mit einem sehr gemütlichen Bus nach Mindo gefahren, um uns den Orchideen Garten und eine der Wasserfälle anzuschauen (Cascada de Corazon). Es war wirklich schön und wir hatten auch wirklich Glück mit dem Wetter (hat erst ganz am Schluss angefangen). Ecuador ist irgendwie wirklich der Hammer – jetzt bin ich schon 5 Monate da und noch immer überwältigt mich die Vielseitigkeit der Natur so sehr, dass mich fast vom Hocker haut. aber seht selbst.
P.S.: bei der Heimfahrt hatten wir noch echtes Glück, denn es gab eine Polizeikontrolle mit Aussteigen und allem drum und dran – hatten eine bisschen Bammel, weil wir keine Ausweise mit hatten – und wurden Gott sei Dank nicht kontrolliert (haben einfach zu seriös ausgesehen ;-)
erste wasserfall der cascada de corazon
einfach nur schoen
groesserer der cascadas de corazon

fuer dieses foto beneid ich mich selbst - kolibri ganz nah
Bettistrip - 26. Jun, 23:06
Noemie und ich haben uns am letzten Sonntag zum 2. Mal aufgemacht, die Tschachillas zu suchen – wir sind auf den Quevedo (große Straße) gegangen und haben dort einen Bus bis km 7 genommen – das ist genauer gesagt mitten in der Pampa, irgendwo im nirgendwo – wir haben den Busfahrer gefragt, wie wir gehen müssen und er hat nur gemeint, immer gerade aus bis eine y-Gabelung kommt und auch dann gerade aus gesagt getan –
strasse auf der wir ausgestiegen sind
wir sind gegangen und gegangen - zuerst auf einer asphaltierten Straße quer durch die Bananenplantangen, dann weiter auf einem Schotterweg – immer gerade aus, in der Hoffnung auf die Y-Kreuzung oder einen entscheidenden Hinweis – die Y-Kreuzung ist niemals gekommen, aber dafür ein Zeichen, genauer gesagt ein Schild mit einem Hinweis drauf
unsere erste hinweistafel
nach der aspaphaltstrasse kam die schotterstrasse
und unser 2. hinweisschild
und ich muss zugeben, es kam gerade rechzeitig, denn wir waren uns schon gar nicht mehr sicher, ob wir richtig waren – denn in Ecuador bekommt man auf jede Frage eine Antwort – die Frage ist nur ob sie richtig ist! – diesmal hat aber Gott sei Dank zumindestens halbwegs gepasst, denn wenn man von den Detailinfos (Y-Kreuzung) und der Zeitangabe (10 min) absieht, hab sie uns sogar eine richtige Info gegeben ;-) nach ca. einer 30-45 min des Gehens haben wir dann das Tschachilla Museum gefunden und auch besichtigt – (es waren sogar 2 Busladungen anderer Leute da) – es ist klein aber fein – man kann sich einen typischen Tschachilla Ort mit all seinen besonderen Plätzen („Apoteke mit Sauna“, wo sie ihre Heilkräuter brauen; heilige Stelle für ihre Zeremonien,…) war schon interessant es gesehen zu haben, vor allem, weil wir ja doch ein Zeitel hier gelebt haben – hat schon gut gepasst!!
der beweis, das wir wirklich dort waren ;-)
P.S.: das war das erste Mal, dass wir das weniger als die „Einheimischen“ gezahlt haben – es waren nämlich Leute (Studenten) aus Cuenca da, die 15 $ Eintritt bezahlt haben, wir mussten nur 3 $ blechen – hatten aber auch kein Essen dabei (das war aber auch höchsten 1 $ Wert) die Tschachillas wissens schon wies sie machen ;-)
Bettistrip - 25. Jun, 00:08
Ich hab in der letzten Zeit viel drüber nachgedacht, über mein Voluntariat hier und ob, dass was ich hier mach, auch Sinn macht oder ob es eigentlich ein Blödsinn war bzw. sinnlos. Und das schöne dabei ist, dass ich diese Frage ganz eindeutig für mich beantworten kann, hat gepasst und auch Sinn gemacht – ich bin froh, dass ich meine Aufgabe hier gefunden hab (hatt ja ein bisschen gebraucht, bis ichs gecheckt hab) – meine Aufgabe hier war und ist: den Müttern, die mit ihren kranken Kinder hier her (ins CRN) kommen, das Leben zu versüßen, mit ihnen Sachen zu machen, sie zu motivieren, nicht nur den ganzen Tag faul in der Gegend rumzusitzen – oder einfach Zeit für sie zu haben und ihnen so gut wies geht auch mal die Kinder abzunehmen, dass sie auch ein bisschen Zeit für sich haben. Und das dürft mir auch wirklich gut gelungen sein, denn die Stimmung ist meisten wirklich gut, wir haben wirklich viel Spaß und zur Zeit bekomm ich auch jede Menge total liebe (oft auch sehr kitschige) sms von den Mamis, wie super und lieb ich doch bin (man könnt richtig eingebildet werden) hat schon gepasst
Und ich hab auch den Eindruck, dass Kathrin, Elisabeth und Johanna ihre Aufgabe hier gefunden haben und ihre Sache super gemacht haben bzw. noch machen.
Ich glaub, wir können alle von uns behaupten, dass wir uns auf das Leben hier eingelassen haben, versucht haben zu verstehen, worum die Leute die Sachen so oder so zu machen. Es ist uns nicht immer sehr leicht gefallen, weil der ecuadorianische Ansatz doch in vielen Dingen ganz anders ist als der europäische – in Ecuador agieren und arbeiten die Leute viel emotionaler als wir das gewohnt sind (z.B. wenn sie heute Lust haben, machen sie eine Charla (Informationsveranstaltung), wenn nicht, dann eben nicht in manchen Wochen sind nur 1-2 Charlas und in anderen z.B. in dieser gleich 7) – viele Dinge sind daher für uns nicht klar nachvollziehbar, nicht durchschaubar – man hat auch manchmal den Eindruck, dass ihnen die Sachen nicht wichtig sind, dass es einfach egal ist – aber auf der anderen Seite hauen sie sich dann wieder voll rein und man schmilzt richtig dahin, weil sie so lieb sind mittlerweile hab ich manchmal den Eindruck, dass sie ein ganz anderes Zeitempfinden haben, einen ganz anderen Lebensrhythmus und dass mein und ihr Rhythmus ab und zu harmonisch schwingt und sich verstärkt und dann aber wieder gegengleich, destruktiv.
Aber ich glaub, dass genau, dass Erkennen, dass dies so ist, das wichtige war oder ist, um ihnen auch helfen zu können. Ich bin z.B. der ganz festen Überzeugung, dass Entwicklungshilfe nur dann möglich ist, wenn man sich die Zeit nimmt, die Leute und das Land kennenzulernen, um das Potential des Landes ausschöpfen zu können – nur, wenn man das macht, wird die Hilfe fruchten – im Fall von Ecuador bin ich mir z.B. sicher, dass sich die Leute nichts aufzwingen lassen – vielleicht auf kurze Sicht, um das Geld für das Projekt zu bekommen, aber ganz sicher nicht auf lange Sicht – sie ziehen schon ihr Ding durch man muss sozusagen ihr Ding finden – erst dann ist wirklich eine Änderung möglich.
Ich glaub, dass z.B. die beiden amerikanischen Voluntaria, die wir hier kennenlernen durften (sind beide wirklich nett) und die sogar für 2 oder 2 ½ Jahre hier sind, nicht wirklich was weiterbringen werden, weil sie zum einem immer Versuchen ihr bzw. dass System vom Peace Corp, den Ecuadorianer aufzuzwingen und sich nicht die Mühe machen, die Schätze und das Potential der Leute auszuschöpfen und ihr System zu adaptieren und zum anderen oft einfach von oben herab agieren und man oft nicht den Eindruck hat, dass ihnen, dass sie tun wirklich was bedeutet, für sie einen Wert hat (Herz fehlt ein bisschen) – hab einfach den Eindruck, dass sie nicht wirklich ihre Aufgabe hier gefunden haben und immer auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen und nicht wirklich fertig machen – aber wie gesagt, ist nur mein Eindruck, vielleicht stimmts auch gar nicht.
Hab auf jeden Fall in den letzten für mich herausgefunden, dass es wichtig ist, sich auf das Land einzulassen, in dem man lebt und dass es noch wichtiger ist seine Aufgabe zu finden, damit man auch zufrieden und glücklich werden kann. Hab das Gefühl, dass ich dadurch dass ich mich drauf eingelassen hab, reich beschenkt worden bin – und ich weiss auch, obwohl ich nicht in Ecuador leben will (für eine längere Zeit), so Ecuador doch wirklich ein sehr, sehr reiches und schönes Land in jedem Sinne ist.
Bettistrip - 16. Jun, 23:20
Finds eigentlich selber im Moment ziemlich unpackbar, wie schnell die Zeit hier vergangen ist und ich jetzt eigentlich nur noch 3 Wochen in Sto. Domingo zum Arbeiten bin – unglaublich aber wahr.
Gefühlsmässig bin ich zu Zeit ein bisschen hin und hergerissen, weil ich ja noch ein paar Ideen hab, die ich fertig bringen will und dafür eigentlich nicht mehr viel Zeit ist und auf der Seite bin ich eigentlich ganz froh, dass es nur noch ein paar Wochen sind, denn ich freu mich schon sehr auf meinen Besuch, der dann kommt und alles danach. Außerdem gibt’s im Moment ein paar Sachen, die mich hier ein bisschen (sehr) nerven und das nur noch 3 Wochen sind, sind auch die ganz leicht zu ertragen und ich muss nicht mehr total viel Energie reinstecken, um sie zu ändern – kann mich dadurch mehr auf das wesentliche, die Mamis und ihre Kinder konzentrieren und das ich glaub ich gut so.
Wollt euch noch ein bisschen erzählen, was ich so die nächsten Wochen noch so alles vorhab in Sto. Domingo. Der erste ist die letzte Wochen noch so richtig mit dem Mamis und Kinder zu genießen. Dann möchte ich mein DVD Projekt noch soweit zum Laufen kriegen, dass ich dann in Ö fertig machen kann (dass ich sicher noch die meiste Arbeit, weil man hier auch ständig dran sein muss, dass die anderen sozusagen ihre „Arbeit“ tun und z.B. die Texte, die reinkommen sollen, durchlesen oder noch Ideen einbringen – bin auf jeden Fall ganz stolz, dass ich meinen Teil, was die Texte betrifft, letzte Woche fertig gekriegt hab – hier fehlt nur noch eine Kleinigkeit (wofür nicht so eine gescheite Verkühlung und ein paar Tage im Bett gut sind hab zumindestens meine kopfwehfreien Stunden gut genutzt ;-) wenn ich in den nächsten Tag (hoffentlich morgen, das ok für die Texte krieg – geht’s nächste Woche fleißig ans Fotografieren und Charlas machen.
Dann möchte ich fürs CRN in den letzen verbleibenden Wochen noch ein Set Handpuppen basteln und mit Noemie an unserem letzten gemeinsamen Freitag eine kleine Theateraufführung machen ich glaub so was hats hier noch nie gegeben – hab in den letzten Wochen schon mal Puppen mit den Müttern gemacht, aber das gute oder auch blöde daran ist, dass sie die gebastelten Sachen ja am Fr mit nach Hause nehmen und dadurch keine Puppen hier bleiben – das hat ihnen aber Riesenspaß gemacht und auch den Kinder hats getaugt, weil die älteren mithelfen konnten und auch das Spielen danach.
Ja und das wars eigentlich schon – glaub, damit bin ich eh ziemlich eingedeckt ;-) – möchts ja nicht so stressig haben, wie vor meiner Abreise hier.
Freizeitmässig hab ich im Moment nicht so viele Pläne, zumindestens was das Reisen betrifft – lass es einfach auf mich zukommen – genieß im Moment richtig auch mal in Sto. Domingo zu bleiben und zu faulenzen, zu lesen oder auszuschlafen – außerdem gehen ja ab Ende nächste Woche das Stadtfest von Sto. Domingo los und da geht ja hoffentlich so und so die Post ab – hab auf jeden Fall schon eine Einladung von Diana meiner Chefin zum Schauen der Umzüge von ihrer Dachterrasse aus ;-)
Zum Schluss noch eine kleine Randbemerkung: Noemie und ich haben letzte Woche in Sto. Domingo eine Tae-kwon-do Schule entdeckt (bzw. hats uns eine Bekannte, die immer zum Mittagsessen ins CRN kommt vermittelt), in der wir gratis trainieren dürfen – uns taugts beiden so, dass wir beschlossen unseren WE diese Woche auf einen Tag zu reduzieren und am Sa nochmals trainieren zu gehen ist voll super (und ich bin, dass ich jetzt nicht als totaler Schlaffi wieder zurückkomme ;-)
Bettistrip - 14. Jun, 01:38
Kurz bevor Kathrin nach Hause gedüst ist, waren wir noch in Mitad del Mundo (direkt am Äquator) – war wirklich schön :-)
wir zwei am aequator
kathrin "steht" auf dem aequator
ich auch :-)
wir wollen unseren letzten gemeinsamen tag ein bisschen begiessen oder wenn einem sonst schon nicht fad im schaedel ist :-)
Bettistrip - 3. Jun, 23:20
Weiß ich hink ein bisschen nach mit meinen Beiträgen, aber die letzten Wochen war ein bisschen viel los, weil ja Kathrin letzten Freitag wieder nach Österreich gedüst ist und wir noch das ein oder andere vorgehabt haben jetzt wo ich so ganz „allein“ in Sto. Domingo hock, hab ich mir gedacht, ich könnt euch mal was von meinen Eindrücken von der Semana Social erzählen.
Die Semana Social ist eine Konferenz, die von der Kirche veranstaltet wird, um über die sozialen Belange des Landes zu hören und zu diskutieren – sie war ziemlich gut besetzt – es hat Vorträge von hohen Tieren der Kirche (Bischöfen, Direktoren der diveresen Pastoral Socialen), Vertreter einzelner Ministeria, Uniprofessoren und Vertreter der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppe gegeben – also ein kunterbuntes Allerlei
Die Semana Social war in 3 Teile gegliedert: Politik, Wirtschaft und Kultur – zu allen Teilen gab zuerst Vorträge, dann Foren, die man wählen konnte, wo Spezialthemen behandelt wurden und dann gabs noch Mesa de Trabajo, wo man die Möglichkeit hatte mitzudiskutieren und mitzugestalten (zu den Vorträge und Foren konnte man „nur“ Fragen stellen) Ziel war es alle Beiträge, zu einem Papier zusammenzufassen, die dann der Regierung übergeben werden soll, um die ein oder andere Idee in die neue Verfassung aufzunehmen, denn die Ecuadorianer sind im Moment zum 19. Mal dran ihre Verfassung neu zu gestalten.
Für mich war die Woche sehr spannend, weil ich nicht wirklich viel Ahnung über die derzeitige politische, wirtschaftliche Situation in Ecuador hatte und sie mir auch aufgezeigt hat, wie wir in Österreich eigentlich auf der Insel der Seeligen leben, mit einer großen politischen und sozialen Sicherheit.
Nun aber zu meinen Eindrücken:
Ad Politik:
Correa und seine Leute scheinen gut zu sein – er versucht hier echt die Demokratie auf eine breitere Basis zu stellen bzw. überhaupt einmal eine Basis (Verfassung) zu schaffen, die die Grundrechte und Freiheit des einzelnen sichert. Er versucht auch eine Umstrukturierung der Regierung zu bewirken – hier ist nämlich das Problem, dass „nur“ die Reichen das sagen haben und daher wirtschaftliche Interessen in Vordergrund stehen, die Rechte der einzelnen, der Armen haben keinen besonderen Wert man muss jetzt schön langsam versuchen, durch entsprechende Gesetzgebungen die Regierung und die Gerichtsbarkeit zu trennen, sie funktionell unabhängig zu machen und deren Kompetenzen klar aufzuteilen und dann ein neues Regierungssystem zu schaffen, wo alle Bevölkerungsgruppen (Indigenas, Afro-Ecuadorianer, andere) vertreten sind und mitgestalten können.
Denn im Moment ist die Situation eher so, dass alle kein Vertrauen in die Regierung und in die Politik haben, weil sie den Eindruck haben, dass eh alle korrupt und rassistisch sind – das nur Geld die Welt regiert, dass es praktisch kein soziales System gibt (bis auf Kleinigkeiten, z.B. 30 $/Monat als Unterstützung für Familien) – die sozialen Organisation haben den Eindruck, dass alles was an sozialem hier passiert in ihrer Hand liegt (was zum Teil sicher auch stimmt) – bei der Frage aber, ob sie mit politischen Organisationen (z.B. den Ministerien oder den örtlichen Bürgermeistern zusammenarbeiten, müssen sie verneinen – sie würden ja gern, aber sie haben Angst Macht an korrupte Leute abzugeben versuchts daher nicht einmal
Was mich tief beeindruckt hat, war der Übergang vom ersten zum zweiten Tag – am ersten Tag, war die Rede von neuen Ideen, von Aufbruchstimmung, von vielen guten Ansätzen und am zweiten Tag kam dann die Watschn von den einzelnen Bevölkerungsgruppen (besonders den Indigenas), die sich als Gruppe überhaupt nicht vertreten, nur korrupt und rassistisch behandelt fühlen – sie haben daher beschlossen, nicht aktiv an der neuen Verfassung und anderen politischen Dingen mitzuarbeiten und sozusagen in die Opposition, auf die Straße zu gehen und ihre Rechte durch Demos einzufordern die Frage ist nur: wie will man eine Änderung bewirken, wenn man nicht in der Regierung mitarbeiten bzw. vertreten sein will – kann mir nur schwer vorstellen, dass das Sinn macht
Ad Wirtschaft:
Das perverse an Ecuador ist, dass es eigentlich kein armes Land ist – hat viele Bodenschätze (vor allem Erdöl), es gibt auch jede Menge Exportgüter (wie z.B. Früchte) und könnte auch mit dem Tourismus reich werden – das blöde an der ganzen Sache ist nur, die Verteilung des Geldes – es gibt hier wenige wirklich super reiche und viele, viele sehr arme, die wirklich um tägliche Brot kämpfen
Durch die Tatsache, das Ecuador eigentlich reich ist, haben in den letzten Jahren viele int. soziale Organisationen die Gelder für diverse Projekte gekürzt, weil sie finden, dass die Regierung ihre soziale Pflicht wahrnehmen soll das Problem ist nur leider, dass zu Zeit die politische Lage viel zu instabil ist und es noch viele Jahre dauern wird, bis die Regierung ihre soziale Verantwortung wirklich wahrnehmen kann es baden wieder einmal die Armen aus
Ad Kultur:
Ecuador besitzt wirklich eine große kulturelle Vielfalt, die eigentlich ein Reichtum sein sollte – ist es aber nicht, die Leute empfinden es nicht als solche – es schürt eher das Misstrauen – man spürt nur das der andere, anders ist, fühlt sich benachteiligt – Rassismus spielt hier eine wichtige Rolle ich glaub aber viele dieser Empfindungen sind allein darin begründet, dass man die andere Bevölkerungsgruppe einfach zu wenig kennt, man einfach zu wenig über den anderen weiß – der normale Durchschnittsecuadorianer reist ja praktisch nie (ist einfach kein Geld dafür da) ich kenn viel mehr von Ecuador als die meisten der Menschen, mit denen ich zusammenarbeite (in Sto. Domingo kennen die meisten Sto. Domingo, Quito, ein Stückchen Strand (Pedernales oder Esmeraldas) und wenns gut geht noch Guayaquil) aber nicht mehr
Mich würd nur interessieren, wenn alle Bevölkerungsgruppen, die Aufgabe hätte, ihre Verfassung zu schreiben, ob dann nicht doch viele Punkte doch gleich oder sehr ähnlich wären? (weil Menschenrechte und so)
Hab auf jeden Fall Lust bekommen, bei der neuen Verfassung mitzuarbeiten – nur blöd, dass ich keine Ecuadorianerin bin und auch das „falsche“ studiert hab die nächsten paar Jahre werden auf jeden Fall sehr spannend!
meine Begleiter waren (bzw. die Vertreter von Sto. Domingo de Colorados oder doch lieber STo. Domingo de Columbianos - denn wir waren 3 Ecuadorianer, 3 Columbianer und 1 Oesterreicherin ;-)
jose der vize von der fasca oder was man nicht alles braucht um nicht einzuschlafen
die zwei lustigen schwestern mercedes und jaqueline
carlos, mauro und padre euklides
Bettistrip - 3. Jun, 23:17
diesmal live vom Ort des Geschehens, direkt aus Puerto Lopez, von wo aus die Boote nach Isla de la Plata gehen.
Heute nach fast 4 Monaten war der erste Tag, wo wir den ganzen Tag mit lauter Touristen verbracht haben - wir waren wirklich international (USA, D - wie immer, aber auch Nor, Can, NL) unterwegs - es hat schon laessig begonnen, wir sind naemlich mit einem mittelgrossen Motorflitzer (mit 2 Heckmotoren) Richtung Insel deduest - hatt echt Spass gemacht ;-)
Nach einer kleinen Staerkung gings dann in der prahlen Hitze (richtige Baeume gibts auf der Insel nicht und heut war wirklich schoen (heiss)) los ein Stueckerl bergauf, dann wieder bergab,... - zwischendurch gabs jede Menge Trink- und Fotosstops, denn wir haben jede Menge Blaufusstoelpel, toepelaehnliche Voegel (hab leider schon jetzt vergessen, wie sie heissen) und Albatrosse gesehen - und alles in jeder Variation - allein, gepaart, turtelnd, bruetend, kurz nach dem Schluepfen und 20 d alt - war echt spannend, aber eben auch sehr heiss - wir haben uns alle, dann so nach 3 Stunden auf das kuehle Nass gefreut - denn Abschluss standr noch eine kleine Schnorcheltour am Programm - war ja vorher noch nicht schnorcheln - hat daher kleine Anfangsschwierigkeite mit meinem Atemstueck - hab angfangs keine Luft bekommen, dann jede Menge Luft mit Wasser und am Schluss nur noch Luft ohne Wasser - das Schnorcheln war heut mein echtes Highlight - haben jede Menge verschiedensten Fischarten gesehen, hab auch eine grosse M;uschel entdeckt, die sich bewegt hat, eine Meeresschlange und wenn mich alles taeuscht hab ich sogar einen Aal gesehen (bin mir aber nicht 100 % sicher - aber fuer mich wars einer :-)) - war auf jeden Fall wunder-wunderschoen - und schnorcheln koennt mir wirklich gefallen, moechts irgendwann nochmals machen
diesmal mit Conclusio: trotz langer Hin- und (morgiger) Rueckfahrt hats sich ausgezahlt herzukommen - wenns sich noch irgendwann ausgeht moecht ich nochmals her, denn ab Mitte Juni kann man hier auch Wale beobachten ;-)
highsecurity fahrt zur insel

unsere 1. blaufusstoelpel

blaufusstoelpel von der naehe :-)
es gibt auch andere voegel 1
es gibt auch andere voegel 2 (albatros)
ich war schnorcheln jupie-duuh
Bettistrip - 20. Mai, 03:02