Werd nächste Woche als die Vertreterin der Voluntaria für die FASCA an der Semana Social 2007 (ist eine Woche, wo alle sozialen Organisationen und auch Vertreter des Sozialministeriums oder anderer Ministerien vertreten sind und über soziale Anliegen berichten und diskutieren) in Quito teilnehmen bin schon gespannt, was ich da zu hören bekomm und kann, wenn ich Lust hab, sogar meinen Senf dazuzugeben
Ertapp mich jetzt ab und zu, dass ich spanisch denk und nicht mehr alles vom Deutschen übersetz (hab eh „nur“ 4 Monate dafür gebraucht – fühlt sich gar nicht schlecht an – aber nach wie vor fehlen mir viele, viele Worte ;-)
Die Leute hier hören nur,was sie hören wollen – hab z.B. vor 2 Wochen mit Diana gesprochen und ihr mitgeteilt, dass ich an den Do nicht mehr mitkomm, um an den Infoveranstaltungen in den Ortschaften teilzunehmen – weil ich mich eigentlich entschlossen hab, wieder mehr Zeit mit den Mütter zu verbringen und dort noch einige Ideen verwirklichen will und auch wieder öfters mit Maria Elena mitwollt, um Familien zu besuchen – hat einfach überhört, dann war ich einmal nicht mit, weil sie mir nicht gesagt haben, was sie mich abholen wollen – und danach hab ich mich „rechtfertigen“ müssen, wo ich war und warum ich nicht mitgekommen bin nächstes Mal komm ich doch wieder mit – glaub, es ist einfach ihre Art mir mitzuteilen, dass sie gern wollen, dass ich mitkomm ;-)
Bettistrip - 18. Mai, 00:23
hab 32 Jahre gebraucht, um endlich mal auf einer Titelseite einer Zeitung zu sein - war letzte Woche mit Bild auf der Titelseite der La Hora, einer echten Weltzeitung (Zeitung aus Sto. Domingo) und das Bild hat perfekt zum Artikel gepasst - hatte in Wirklichkeit naemlich ueberhaupt nichts miteinander zu tun - ausser der Name des Dorfes - das Foto wurde naemlich im Zuge eines Infotages ueber Hygiene gemacht und der Artikel handelt ueber Mikrokredite, die die Leute dort erhalten habe --> aber was solls, von solchen Kleinigkeiten muss man einfach absehen - war auf jeden Fall lustig, weil mich ur viele Leute drauf angesprochen haben ;-)
Bettistrip - 15. Mai, 02:01
Wie ich ja schon ein paar Mal erzählt hab, regnet hier in Sto. Domingo ziemlich viel – so auch heute – pünktlich wie eigentlich jeden Tag um 16.00 ist losgegangen – die Variation bei unserem Vieruhrregen ist nur die Stärke und die Dauer – heute war mehr so der Monsuntyp – also volle Kanne mit keiner Option auf baldiges Ende – hab also zuerst beschlossen ein bisschen zu warten, man weiß ja nie – und nachdem sich eine glitze kleine Besserung (gemessen an der Lautstärke des Regens, der auf Dach klopft) hab ich beschlossen loszugehen – erster Plan: ich geh bis zur Chone (nächste große Straße) und nehm dann den Bus – also los auf der Schotterstraße – ab und zu ein Jump über eine der Lacken, dann über wieder großräumiges Umgehen dieser (kann leider nicht meterweit springen) - bin ich bei der Chone angekommen – wollt noch schnell zum AKI (Supermarkt) shoppen bringst also nicht wirklich den Bus zu nehmen 2. Plan doch noch ein Stücken zu Fuß kurzes shoppen im AKI und dann war eh schon wurscht, denn ich war schon naß bis aufs Unterhemd bin weiter zu Fuß
jetzt ist die große Fragen, worum schreib ich euch dass: ganz einfach, weils heut ein bisschen anders war als sonst und zwar hab ich heut zum ersten Mal den Regen genossen, bin nämlich das letzte Stück, als es schon in meinen Schuhen quatschte, gemütlich singend durch die Gegend gehüpft in der Hoffung ein noch weniger tiefes Pfützchen zu erwischen und hab mich drüber abgehaut, dass meine Hose immer schwerer wurde und schön langsam Richtung Knie zu rutschen angefangen hat – hab auch drüber lachen müssen, als die Leute mich ganz verdutzt angeschaut haben
Bettistrip - 2. Mai, 02:31
Kathrin und ich waren dieses WE das erste Mal nur zu zweit unterwegs (kaum zu glauben, aber wahr). Haben beschlossen und mal richtig gut gehen zu lassen und nach Baden von Ecuador zu fahren, nach Banos.
Haben uns am Fr. Nachmittag noch schlau gemacht, wann der letzte Bus fährt, weil wir gehört hatten, dass man gemütlich in der Früh ankommt und dann direkt in die Therme gehen kann (so um 6.00) – das hat zwar nicht ganz gestimmt, denn 1. fährt der letzte Bus um 21.30 (real um 22.00) und er ist dann in Banos um ca. 3.00 (also Mitten in der Nacht) haben diesen Bus trotzdem genommen, denn eine (vielleicht auch mehrere) Thermen öffnen um 4.30 (kein Scherz ist wahr) und das wollten wir unbedingt einmal ausprobieren, wie so ist Mitten in der Nacht in eine Therme zu gehen.
Nach ein paar Stunden schlafen im Bus sind wir so um 3.00 in Banos angekommen – wir haben gerechnet, dass noch was los ist und wir uns die letzten 1 ½ Stunden gemütlich auf einen Cocktail in eine Bar hauen – war zwar nicht ganz so, weil um diese Zeit schon tote Hose in Banos ist (ist ja auch Nebensaison) – wir haben aber noch ein kleines Cafe gefunden, wo wir gemütlich Tee getrunken haben und Karten gespielt haben (Cuarenta – ecuadorianisches Kartenspiel, dass wirklich fast alle hier können) – nach einem kurzem Tratsch mit ein paar Alkoholleichen sind wir dann wirklich um halb fünf ins Bad und ich kann wirklich nur sagen, geil wars und es war eigentlich richtig was los und das Publikum war richtig schön gemischt (altermäßig, ansonsten sind wir als „Gringas“ ziemlich rausgestochen, denn um die Zeit sind sonst nur Ecuadorianer hier)
Baños um 4.30 - im thermalbad
– das Wasser wär richtig schön warm – ideal zum Aufwärmen (hatten wir nötig, denn hier ist ganz schön frisch) und es war einfach nur schön, weil neben an gleich ein kleiner Wasserfall ist und wir den „Sonnenaufgang“ überleben durften – Sonne haben wir nicht wirklich gesehen (war leider bewölkt), aber es war wunderschön den Beginn des Tages und das immer Hellerwerden mitzuerleben – das hat wirklich was.
thermalbad kurz vorm gehen - so schauts also aus, wenns hell ist ;-)
Um 7.00 sind wir dann gemütlich auf Hotelsuche gegangen, haben auch dank Daniels Führer ein wirklich nettes gefunden (ganz zentral, gleich neben der Kathedrale), dass auch preislich ok war – nach einem gemütlichen Frühstück mit genialen Jugos, hab ich mich gemütlich ins Bett geschmissen und Kathrin ins Internet –
cafeterasse in unserem hotel
nächster Treffpunkt: kleine Bergtour in Richtung Rutun und Virgen – haben eine nette Runde gedreht und die Aussicht auf Banos genossen. (das einzig negative dabei ist nur, dass mein Fotoaparat ab der Virgen zu spinnen angefangen hat und auf der einen Seite immer einen schwarzen Schatten wirft – mal schauen, vielleicht kann ich in hier irgendwo richten lassen).
in rutun auf den almen
blick auf baños
Nach einen kurzen Stadtbesichtigung haben wir ein gemütliches Spätnachmittagsschläfchen eingelegt.
haben zuerst schwein gesehen - cuy stand (meerschweinchen ganz frisch)
Und wir können von uns behaupten, dass wir wirklich Schwein hatten, denn am Abend gab hier in Banos das Virgenfest, wo Ballons aus Seitenpapier und jede Menge Feuerwerkskörper in die Luft gejagt werden – außerdem gabs wirklich gut Livemusik – in der Band hat auch ein kleiner Bub (ca. 6-7 a) mitgespielt und der hatte es wirklich drauf, hat gut gespielt und hat sich voll weggeshaked – echt lässig (und von den Konzerten, die wir bisher erlebt haben, Cuenca, Sto. Domingo – gabs hier bei weitem die beste Stimmung!!)
Am Abend haben wir uns dann noch mal gemütlich in die Therme gehaut (wollten uns einfach noch mal entspannen und aufwärmen) – war zwar nicht mehr ganz so lässig, aber doch noch sehr angenehm ;-) – war ein wirklich superschöner Tag!
Am nächsten Tag haben wir dann noch einen Räder ausgeborgt und sind nach Rio Verde geradelt – es gibt zwar keinen wirklich Radweg, aber alle Autofahrer, die auf der Strecke unterwegs sind, sind gewohnt, dass hier viele mehr oder weniger gute Radlerfahrer unterwegs sind – sind auf alles gefasst (kann nur sagen, dass ich auch gut so) – der Weg nach Rio Verde ist insofern wunderschön, weils hier total viele Wasserfälle gibt – man bleibt hier einfach irgendwo stehen und schaut.
unsere radeltour
pailon de diabolo 1
pailon de diabolo 2
Bettistrip - 2. Mai, 02:28
Letzte WE war wirklich lustig und echt fein. Nachdem wir ja vom Puerto Quito WE total inspiriert waren, haben wir versucht am Sa eine Stelle am einem der Flüsse zu finden, wo wir baden können – gesagt getan, sind gemütlich am späteren Vormittag los, wir haben genau das gemacht, was uns Jenny gesagt hat, haben einfach die Busfahrer gefragt, wos schön ist zu baden und nach einem Weilchen bzw. nach ca. 5 Busfahrern haben wir sogar eine Auskunft bekommen – sie haben gemeint San Jacinto ist schön und auch nur ca. 40 min entfernt sind also in den Bus, ca 40 min gefahren, der Busfahrer hat uns gesagt wo wir rausmüssen – war eine kleine Wegkreuzung im Nirgendwo mit einem verosteten Schild mit Hinweis, dass es hier einen Touristenzentrum gibt – ein Stücken auf einem Schotterweg und schon tauchte wirklich der Fluss auf - für sto. domingische Verhältnisse wars auch wirklich touristisch, es gab eine kleine Hängebrücke zum Überqueren des Flusses, es gab ein paar kleinere Baracken, wo man was zum Essen kaufen kann (wirklich sehr gmschackig und exquisit), eine Ecuavolleyplatz (in dem das Wasser stand) und es gab Hängematten – also was will man mehr das Plätzchen hatte nur einen kleinen Schönheitsfehler – es gab keinen Bereich wo man wirklich schwimmen konnte, denn überall war die Strömung so stark, dass selbst großer Anstrengung dich das Wasser auf jeden Fall runtertreibt (und dann find mal einem Platz zum anlegen!!!) – war aber trotzdem lässig, wir haben versucht den Fluss ein bisschen raufzuspazieren und haben dann beschlossen einfach stehen zu bleiben und unsere Körper oder Füsse umspülen zu lassen.
Wir haben dann auch versucht rauszufinden, obs nur derzeit nicht möglich ist hier zu schwimmen, weils ja doch die letzten paar Tage wieder ordentlich geregnet hat (hab wieder ein paar Tage bei Kathrin übernachtet, weils bei mir reingeregnet hat) – haben aber keine gscheite Antwort bekommen. Nachdem am Sa auch ein bisschen frisch war, haben wir nach kurzer Zeit beschlossen uns wieder auf dem Heimweg zu machen und sind einfach direkt nach San Jacinto, eine wirkliche Weltstadt, marschiert. Wir haben dort im Central Park auf dem Bus gewartet – war wirklich ein Erlebnis – denn hierher dürften praktisch niemals Touristen kommen – wir sind von allen Seiten angestarrt worden – und angestarrt ist wirklich wahr, denn es gab z.B. eine Gruppe junger Burschen, die ca. einen halben Meter von uns entfernt standen und einfach herstarren – selbst Grimassenschneiden und Zurückstarren hat nichts geholfen ;-)
Der Sonntag war super – Kathrin und Daniel haben sich den Tag überlegt und sich für meinen Geburtstag eine Überraschung ausgedacht – und besonders Kathrin hat sich dafür wirklich einen Haxen ausgerissen (weiß nicht genau, woher sie die Kraft genommen hat, denn sie hatte die Woche davor volles Programm, weil Jarson nicht da war – und wir waren am Sa am Abend auch noch auf einem Konzert in der Ferria und sind recht spät erst heimgekommen – war auch lustig, besonders die Cumbia Girls, die sich halbnackt, sexyheximässig bewegt haben – eine echte Augenweide – unsere Schönheitsideale weichen doch ein bisschen von den ecuadorianischen ab ;-)) – der Tag hat schon mit einem herrlichen Frühstück begonnen (mit Frühlingsaufstrich – ist mir schon voll abgegangen) – als nächster Punkt stand dann die Suche nach dem Tsachillas auf dem Programm – das sind eine Indigene Gruppe, die in der Region um Sto. Domingo zu Hause sind – werden auch Colorados genannt, weil sie bekannt für ihr knallrotgefärbtes Haar sind) – Kathrin hatte von Jenny, die Info bekommen, wo sie zu finden sind – so sind wir also zu 4. losgezogen, um sie zu suchen – wir haben zig Male sämtliche Busfahrer gefragt, wo wir hinmüssen bzw. nach dem Ort gefragt, den Jenny gesagt hatte – wir haben dann auch von einem Busfahrer das ok bekommen, dass wir in seinem Bus richtig sind – sind also rein, losgefahren, sind ein Stückchen aus Sto raus und standen plötzlich vor einer Kaserne – laut Busfahrer waren wir also da – von den Tsachillas gabs natürlich keine Spur – die leben nämlich nicht in Kasernen oder in einem Ghetto – haben dort wieder gefragt und diesmal eine neue Antwort bekommen – Via Quevedo zwischen km 7 und 8 wieder rein in den Bus (hier ist zu bemerken, dass wir in der Via Quevedo in den Bus gestiegen sind) – wieder zurück und noch ein Stückchen weiter – sind dann bei km 7 ausgestiegen, weil dort ein Weg weggegangen ist, der für uns der mögliche Eingang ins Tsachillas Gebiet sein könnte – war natürlich aus nicht – aber haben dann wieder gefragt und eine Frau hat uns erzählt, dass es nur noch ein Stücken mit dem Bus ist und dann noch ca. eine ½ Stunde mit einer Camioneta (Pickup-Taxi) waren also wirklich auf der richtigen Spur – da Problem war nur, dass es schon 3 war und um 4 Elisabeth und Johanna zur Jause kommen wollte wissen jetzt endlich wo sie sind und holen noch nach fix ist auf jeden Fall das die Suche auch Spaß gemacht hat und was wär eine WE ohne Busfahren ;-)
P.S.: der restliche Tag war auch noch wirklich schön – haben selbstgemachte Cookies und Apfelkuchen gegessen – mmh
P.S: hab vergessen zu schreiben, dass ich zum Frühstück meinen ersten selbstgemachten Kakao (aus Kakaomasse mit Milch und Zucker) getrunken haben – war echt genial werd ein Stückerl Kakaomasse zum Kosten mit nach Ö nehmen ;-)
Bettistrip - 26. Apr, 03:36
Seit letzter Woche gibt’s auch Neuigkeiten von der Arbeit – ich fahr jetzt für die nächsten Doe immer mit Diana und Co aufs Land um Vorträge über Hygiene (Schwerpunkt: Hygiene von Nahrungsmitteln) zu halten – besser gesagt, im Moment hält sie gemeinsam mit Amarillis (Voluntaria aus den USA, Friedenschor) und ich mach die Logistik, sprich Verkostung und Einkäufe, falls notwendig – letzten Do war das erste Mal und es war echt spannend, weils auch interessant ist, mitzubekommen, was die Leute so über Hygiene so wissen bzw. was ihnen wichtig ist kann nur sagen, wir machen hier wirklich Basisarbeit (angefangen vom Händewaschen und dem Erkennen, warum Hygiene wirklich wichtig ist bis hin zur Aufklärung, welche Krankheiten durch mangelnde Hygiene auftreten können) – die Arbeit macht aber Spaß und es tut auch gut ein bisschen rauszukommen und zu sehen, wo die Fasca bzw. das CRN noch tätig sind.
Bettistrip - 26. Apr, 03:34
Die letzte Woche war eigentlich sehr gemütlich – hab ich auch richtig mal gebraucht, denn die Osterwoche war doch ziemlich anstregend gewesen.
Kathrin und ich haben beschlossen, dieses WE mal zu Haus zu bleiben und nur am Sa nach Puerto Quito zu fahren, um Daniel zu besuchen und dort die Planta, wo sie Kakao produzieren, und die Finka, wo er wohnt, zu besichtigen.
Gesagt getan, wir haben uns um 8.00 mit Elisabeth getroffen und schon gings los in Richtung Puerto Quito – das liegt eigentlich nah bei Sto. Domingo – nur 2 Stunden mit dem Bus (fast ein Scherz für die Verhältnisse hier, besonders im Vgl zu den Buszeiten, die wir letzte Woche hinter uns gebracht haben) so um 10.00 waren wir da und wir sind gleich mit Daniel rauf auf die Planta – dort wars superspannend und ich bin ganz happy, dass ich jetzt weiß, wie man Schoki macht – das einzige, was uns auf der Planta ein bisschen zu schaffen gemacht hat, waren die leicht gegorenen Kakaobohnen – gemischt mit etwas heißer dampfiger Luft und du hast die perfekte Mischung für kleine Kreislaufschwankungen (bin ja Gott sei Dank verschont geblieben – nur Kathrin hats ein bisschen erwischt). Das lässige war auch, dass wir alles ausprobieren und kosten durften – und wir hatten auch das perfekte Timing, denn sie haben an diesem Tag auch Schokomasse hergestellt fehlt nur noch Zucker und Milch und du hast die beste Schoko (dieser Teil fehlt jedoch noch, denn die Maschine fehlt noch – aber vielleicht kommt sie ja noch bevor ich wieder nach Haus düs – mhhh)
so schaut die kakaofrucht aus - ist auch als frucht echt lecker
trocknen der kakaobohnen im freien oder
auch mit trocknungsanlage
entfernen der schale
mahlen der kakaobohnen
giessen der kakaomasse in formen
verpacken der kakaomasse - derzeit wirds ja noch woanders fertig gestellt - aber demnaechst soll eine maschine geben, die dann noch die fertigstellung (mischung mit kakao und milch) durchfuehrt --> haben uns bei daniel schon einen ziegel bestellt - wollen es naemlich probieren, mal selbst zu machen
Zu Mittags gings dann per Autostop zur Finka (hatte super viel Glück, denn es hat gleich beim ersten Auto geklappt und er hat uns sogar direkt bis vor die Haustür gebracht) – zur Begrüßung gabs gleich ein leckeres Mittagessen und danach hatten wir gleich 3 Guides für die Besichtung der Finka – war herrlich und wir hatten echtes Urwaldfeeling – denn ein Stückchen war nur vorheriger Machettenreinigung begehbar (fast wie bei Indiana Jones) – wir haben viele verschiedene Bäume und Sträucher samt Früche gesehen und erklärt bekommen und wir haben fast genauso viele Früche auch probiert – Zuckerrohr, Kokos, Kakao war echt lecker –mhhh
bahnen des weges mit der machette
geniale fruechte - weiss natuerlich schon wieder nicht wie sie heissen ;-)
louis beim zuckerrohrschaelen
elisabeth beim zuckerrohrverkosten
Und nachdem ja ziemlich heiß war und wir so brav gelaufen sind, gabs zur Belohnung schwimmen im Fluß – raus beim Tor – einmal links – dann gleich wieder rechts – über die Hängebrücker drüber und dann nochmals scharf rechts schon waren wir da – es war supertoll – einfach herrlich – total erfrischend und saumässig lustig hab beschlossen mir in Sto. Domingo jetzt auch einen Fluss zu suchen, der sauber ist und in dem man baden kann
schwimmen im fluss
Bettistrip - 15. Apr, 22:47
Hab diesmal auch ein paar News, die einfach so los werden will – weil sie einfach nur schön sind:
• Ich wird im November das erste Mal Tante und mein Bruder heiratet ganz spontan im Juli standesamtlich
• Astrid, eine urgute Freundin von mir, hat am Gründonnerstag ihr 2. Kind bekommen – Benedikt heißt er und er ist kerngesund und auch die Geburt ging reibungslos
• Ich hab endlich das Spielzeugpackerl von Helga bekommen ist gut angekommen und es haben sich alle total drüber gefreut – hoff, dass auch das zweite Packerl bald kommt, denn schön langsam geht mir der Lesestoff aus (ist ja doch ganz angenehm, wenn man am Abend mal auch was deutsches zu Lesen bekommt)
packerl ist da!!!
diana die chefin des zentrum nimmt die sachen entgegen
und wir haben auch schon fleissig damit gespielt :-)
ohne worte
ohne worte 2
Vielen Dank Helga nochmals fuer schicken - ist echt super, dass die Sachen endlich da sind, wenns auch ein bisschen gedauert hat - das Warten hat sich in jedem Fall gelohnt :-)) --> soll ich dir noch irgendwelche Bilder per mail schicken oder reichen die, die am Blog stehen?
P.S.: noch eine News fuer heute: unser Hund Harpo hat Junge gekriegt --> scheint also derzeit in der Familie zu liegen ;-)
Bettistrip - 13. Apr, 01:13
Ich bin ja am Mo nach dem Palmsonntag, nachdem ich Gott sei Dank, die Registrierung meines Visum hinter mich gebracht hatte und einen schönen Tag mit Daniel und seinen Freunden aus dem Sprachkurs verbracht hatte, in der Nacht mit dem Bus nach Cuenca gereist, bin auch gut angekommen und schon der 2. Taxifahrer hat gewusst, wo ich hinmuss und hat mich auch mitgenommen. Gut bei Aidas Familie angekommen und nach einem ausführlichen Tratsch, was jeder so treibt, hab ich Teresa und Paula zum Kindergarten begleitet – es ist echt unglaublich, wie groß Paula in der Zwischenzeit geworden ist bzw. wie groß sie für ihr Alter ist. Danach hab ich mal eine Runde gemützt, denn so richtig erholsam ist ja eine Nacht im Bus doch nicht (obwohl ich sogar die ersten paar Stunden eine ganze Bankreihe (2 Sitze) für mich hatte) – hab leider erst dann bemerkt, dass mein Handy weg ist – gestohlen, verloren – - keine Ahnung – auf jeden Fall wurde es auch im Bus nicht gefunden (das haben Lourdes und ich nämlich recherchiert – ist Gott sei Dank nur halb so schlimm, denn es war ja nur ein Wertkartenhandy – freut sich also jemand höchstens, falls er den Code für den Entsperrung der Tasten erreicht, dass noch 11 $ Guthaben drauf war – und ich wieder einmal ohne Uhr) – nach einer halben Stunde warten am Busterminal sind dann Kathrin und Birgit angekommen – und 1 ½ Stunden später ist nach etwas Bangen (weil ich ja kein Handy mehr hatte) auch Daniel im Haus der Familie Singuencia Maldonado angekommen großes Aufatmen und schnelles Fertigmachen der Embanadas (Teri hatte mir nämlich versprochen, mir zu zeigen wies geht – also vielleicht schaff ichs ja doch das nächste Mal in Ö dann auch und muss kein Brot draus machen, weil der Teig nicht die richtige Konsistenz hat) Aufbruch ins Zentrum der Stadt – ich glaub die anderen sind doch noch ein bisschen fitter wie ich, denn ich hätt gerechnet, dass sie sich wenigsten eine Stunde auf Ohr hauen wollen ;-)
Danach gabs gemütliches Essen (Embandas mit Käsefüllung – mhhh) und gemütliches Tratschen und Spielen mit Paula.
Teri und Andrea fleissig am Kochen
Am nächsten Tag gings dann nach Ingapirka, dass ist eine der wenigen Inkaruinen dies in Ecuador gibt, es sind auch Überreste der Canaris zu finden – mit dem Wetter hatten wir Glück, eigentlich auch mit dem Führer – ich glaub den Rest lass ich die Bilder sprechen – es ist einfach nur schön dort - nach einem gemütlichen Nachmittagsessen gings am Abend noch mal gemütlich in die Stadt (haben dort das Cafe Austria mit Sachertorte, Apfelstrudel und co entdeckt), danach haben wir Birgit zum Bus gebracht (sie ist mittlerweile ja schon wieder zu Haus in D) und zum Schluss zum Kartenspielen (Casino – einfach genial – Lourdes, Teri und ich haben sogar deswegen eine kleine Nachtschicht eingelegt)
Ingapirka
kopf in ingapirka
kathrin und daniel beim muetzenprobieren
Am Do waren wir mit Andrea und Paula in Chordeleg zum Schmuckbesichtigen bzw. zum Ruinensuchen – sind uns ja nicht sicher, ob wir sie wirklich gefunden haben, denn außer 2 Steinhaufen haben wir ja nichts entdeckt und die haben nicht wirklich altertümlich ausgeschaut – nach einem genialen Nachmittagsessen (es gab Fanesca – ein ganz typisches ecuadorianisches Osteressen – ist eine Suppe, aus Bohnen und diversen Kürbissorten und Sambo bzw. aus vielem mehr – in die man nach Guster noch viele andere Dinge rein tut, wie Eier, Tortillastückerln, Kartoffeln, Paprika, Aji,… - hat irgendwas von Fondue oder Raclette-Mentalität) gings dann mit Andrea am späten Nachmittag in die Stadt – ist eigentlich eine Schande, wie wenig „Sehenswürdigkeiten“ ich mir von den letzten paar Malen gemerkt hab – war auf jeden Fall eine wissende Person dabei zu haben und ich hab sogar das Konzert in dem wir dann Abend waren genossen (die Akustik war zwar nicht ganz optimal – ingesamt wars aber wirklich interessant – Thema war Nationale Musik – und stimmte eigentlich auch nach den ersten beiden Stücken (die waren nämlich von Richard Strauß). Nach einer gemütlichen Kartensession gings dann gemütlich ins Bett, denn die anderen hatten schon einen Plan ausgearbeitet, was wir uns am nächsten Tag noch alles anschauen wollten. (also wieder nichts mit gemütlich ausschlafen ;-(
hutprobe
Und am Freitag haben wir dann noch gemütlich Museen besichtigt – wir waren in Museum der Banco Central und im Sombrero Museum, denn die weltberühmten Panama-Hüte kommen nicht aus Panama sondern eigentlich aus Cuenca – war auf jeden Fall interessant zu sehen, wie die gemacht werden und auch verschiedene Hüte auszuprobieren – ich hab ja nicht wirklich einen Hutkopf, Kathrin und Daniel haben da schon besser abgeschnitten ;-)
In der Zwischenzeit ist ein Teil der Familie aus Quito angekommen (Marco mit seiner Familie) und so haben Kathrin, Daniel und ich gemütlich zu dritt den Nachmittag in Cuenca verbracht – wir sind gemütlich herumgehockt oder eigentlich sind wir im (Touri-) Cafe am Fluss gehockt und haben live Musik gehört – nach einem gemütlich Abend mit der Familie (haben zur Abwechslung mal wieder Casino gespielt – hatte gar nicht gewusst, dass das auch zu 7 oder 8 spielen kann) – haben wir noch Osternesterl gebastelt und versteckt.
kartenspielen
Am Sa haben sich dann nochmals unsere Wege getrennt, denn Kathrin und Daniel hat schon Richtung Heimat gezogen und ich wollt doch noch an die Küste nach Recreo, um mir das Projekt von vor 2 Jahren anzuschauen – bin dort auch ohne Voranmeldung um 12.00 angekommen – kann nur sagen, es war super, alle wieder zu sehen bzw. auch zu sehen, was sich in der Zwischenzeit so alles getan hat bzw. wies der Gruppe Fe y Esperanza gibt – das Haus ist mittlerweile riesig – alle sind fleißig am Brot backen lernen, was gar nicht so leicht ist, weil die Hugo und Flora jetzt nicht mehr dort wohnen, sondern in Cuenca und nur er weiß wies geht – dass einzig, was meiner Meinung nach ein bisschen ein Problem ist, dass sie die Panaderia noch nicht in Betrieb genommen haben und noch warten wollen, bis der andere Teil des Hauses fertig ist, den sie dann als Tienda (Greissler) betreiben wollen – keine Ahnung, wann der fertiggestellt werden soll, denn Geld ist im Moment keiner da – hängt alles ein bisschen in der Luft – hoff auf jeden Fall das sich noch was ergibt und sie ihre Träume zumindest zum Teil realisieren können – denn schließlich sind alle supernett und auch engagiert. Mir hat getaugt Zeit mit den Leuten zu verbringen, vor allem mit den Kindern – leider war die Zeit nur kurz, und so ist die Einladung zum selbstgemachten Cacao von Susanne ein bisschen stressig verlaufen – war trotzdem schön und hat auch gut geschmeckt.
Am Abend und in der Nacht bin ich dann mit Lourdes, Patricia und dem Padre noch in 2 Dörfern zur Messe gewesen – war lässig, wenn ich auch zugeben muss, dass die erste gesanglich ein bisschen ein Desaster war (viele Kinder – laut und falsch und völlig außer Takt), die 2. war besser, aber ich schon todmüde, weil einfach schon ur spät und dann gleich noch mit 5 Taufen und einer Hochzeit – keine Ahnung wie das der Padre geschafft hat – sie haben nämlich den ganzen Tag in dem Bergen verbracht, um gegen die Nichteinhaltung der Umweltgesetze der Minenbesitzer zu protestieren („Trinkwasser ist dadurch total verdreckt) und bei der Fahrt zum 2. Messort hab ich sogar das Steuer übernehmen müssen, weil er schon Sekundenschlaf hatte hab meinen ersten echten Cacao getrunken und bin das erste Mal in Ecuador Auto gefahren
so schaut die panerderia zur zeit aus (haben jetzt doch den urspruenglichen plan umgesetzt - aber noch immer nicht richtig angefangen brot zu backen und zu verkaufen ;-()
bananenessen in der neuen kueche vor brotbackofen --> hat sich wirklich viel getan in den letzten 2 jahren in recreo
osterfeuer in florentita (oder so)
Am So gings dann auch für mich wieder Richtung Sto. Domingo – ging sogar recht schnell – hab den Nachmittag dann gemütlich mit Eierpecken, Jausnen und Osternestersuchen verbracht.
Die Woche war zwar saumäßig anstrengen, aber super schön – die Singuencias sind schon wie eine richtige Familie für mich – sind einfach super lieb und sehr gastfreundlich.
Bettistrip - 13. Apr, 00:59
Ich hab ein bisschen umdisponiert und das WE statt im Oriente in Quito verbracht. Eigentlich ist mir die Registrierung meines Visums dazwischengekommen - genauer gesagt, war das so: mein Plan war so: DO frueh auf - nach Quito - endlich mein Visum registrieren (ist naemlich schon ueberfaellig) - danach censo (ecuadoriansichen Ausweis) besorgen und am Abend dann Birigit und Kathrin treffen - ab in den Oriente --> gesagt getan: aber wie heisst so schoen: "es kommt alles anders als man denkt" und so wars dann auch - der Beginn war noch gut - ich war puenktlich so um 10.00 in Quito, um 10:20 mit Taxi in der Direccion General de Extranjera - bin auch recht schnell dran gekommen - aber dann kams - ich hab zwar gewusst, dass ich Strafe zahlen muss, weil ich zu spaet dran bin, aber hab nicht gewusst, dass die Strafe nicht hier bezahlt - wurde also in die Direccion Nacional de Migracion geschickt - dort hab ich erfahren, dass ich die Strafe in der Banco Pinchincha zahlen muss - war ja noch kein Problem, weil alles halbwegs in der Naehe war - mit der Zahlungsbestaetigung musst ich dann aber in der Jefertura de Policia de Migration, um dort nochmals eine Bestaetigung und einen Eintrag in den Pass zu bekommen - das Bloede an der ganzen Sache war nur, dass ich als ich die Bestaetigung endlich hatte gerade 12.30 war und die Direccion General de Extranjera um diese Zeit schliesst --> nichts erreicht, nur viel Geld fuer Taxis bezahlt - Stimmung war im Keller
Nach langem Hin- und Her hab ich mich dann entschlossen in Quito zu bleiben, um in Ruhe endlich alles zu erledigen - und im Nachhinein war die Entscheidung gut, denn die Behoerdenwege hier dauern hier ein bisschen laenger als anderswo - bekomm meinen Pass mit der Registierung erst am morgen und da hab ich schon "betteln" muessen, dass es schneller geht.
Am Anfang war ich ein enttaeuscht und sauer, weil das mit dem Oriente nicht geklappt hat, aber im Nachhinein hab ich das WE echt genossen - es war fein, mal Zeit fuer mich zu haben, mal nur das zu machen auf was ich Lust hab (hab nicht mal Marco angerufen, ob wir uns treffen wollen) - ich hab in den letzten Tagen Quito neu fuer mich entdeckt - es hat Spass gemacht, Plaetze wiederzufinden und neue zu entdecken und einfach Zeit zu haben - ich hab z.B. am Fr nachdem ich auf der Direccion General de Ex. fertig war, zu Fuss weiter in den Park La Carolina spaziert, hab mir dort ein gemuetliches Plaetzchen gesucht, mich hingesetzt, ein bisschen meditiert und Tagebuch geschrieben - hab mirs einfach gut gehen lassen - bin dann weiter durch den neuen Teil der Stadt gegagnen, hab wieder ein bisschen die Zusammenhaenge zwischen den einzelnen Orten meiner Erinnerung bekommen - dann hab ich mich einfach in einen Bus gestzt und bin mitgefahren - hab mir den Norden der Stadt angeschaut. Am Nachmittag war ich dann shoppen, hab mir Schuhe und eine Hose gekauft (war schon dringend notwendig, denn meine alte Jean zerfaellt schon und allzuviel Gewand hab ich ja nicht mit).
Am Sa hab ich die Altstadt unsicher gemacht - hab gemuetlich in einer "Zweigstelle" eines total genialen Fruchtsalatgeschaefts (das Originalgeschaeft hab ich uebrigens auch wieder gefunden) gefruehstueckt - danahc hab ich mir "bekannte Orte suchen" gespielt - die meisten Orte meiner Erinnerung hab ich sogar gefunden - bin total viel zu Fuss gelatscht - war fein
Und heut hab ich den Vormittag am Plaza de San Francisco verbacht - war interessant und schoen zu sehen, wie hier die Leute die Palmsonntagfeierlichkeiten begehen - einiges ist aehnlich wie bei uns und vieles doch ganz anders - hier gibts z.B. keine Palmkatzerln und bemalte Eier, sondern echte Palmenzweige, die z.T. zu Skulpturen (z.B. Kreuzen) zusammengeknuepft sind - die Messe war draussen, der Platz war voll mit Leuten, zum Teil sitzend zum Teil stehend - manche waren total in die Passion vertieft, andere wollen ihre Sachen an den Mann bringen (Wasser, Eis, Spielzeug) - und ab und zu sieht man ein Schuhputzerkind, das einem fleissigen Messbesucher die Schuhe putzt - ein echt nettes Durcheinander und viel Polizeipraesenz - die Strassen waren in der Altstadt voll mit Leuten, man muss sich richtig durchwutzeln, um weiterzukommen - da kommen Erinnerungen von meiner 1. Ecuadorreise hoch, wo die Altstadt noch voll mit Marktstaenden war - das ist naemlich jetzt nicht merh so - es ist viel ruhiger, aber auch sauberer in der Altstadt geworden - ich find, sie hat sich richtig gemausert und schaut richtig rausgeputzt aus - meines Erachtens hat sich Quito uebrhaupt starkt veraendert - es gibt jetzt 3 Trolebuslinien (O-Buse mit fixen Haltestellen), La Marin, der fruehere Umsteigplatz fuer Busse ist nicht wieder zu erkennen und Quito ist in beiden Richtungen ordentlich gewachsen - man braucht jetzt eine Stunde vom Stadtrand um zum Busterminal zu kommen.
Was mich heute aber begeistert hat, war, dass ich am Nachmittag noch die Zweigstelle von dem Busunternehmen mit dem ich hoffentlich morgen Nacht nach Cuenca fahr, gefunden hab und nicht um 22.00 auf den Busbahnhof muss - der ist mir naemlich schon um 18.00 mit Birgit als wir auf Kathrin gewartet haben unheimlich gewesen und
ich find super, dass ich obwohl, ich mich ab Einbruch der Dunkelheit nicht mehr allein auf die Strasse drauf, das Glockenkonzert vom Dach meines Hostals mitverfolgend durfte (war ein toller Ausblick auf die Altstadt) - war ein echtes Highlight
Hoff auf jeden Fall, dass ich morgen den ganzen Buerokratiekram erledigen kann und gemuetlich und mit ruhigen Gewissen nach Cuenca fahren kann, um Aidas Familie zu besuchen.
kathedrale in der naehe meines hotels in quito
san francisco in der frueh bevors losging
die palmenverkaeuferin
palmsonntagsumzug
glockenkonzert - blick ueber die altstadt
Bettistrip - 2. Apr, 04:21
Letzes WE waren Kathrin, Daniel und ich in Canoa am Strand – die Anreise war zwar ein bisschen mühsam (5 Stden im Bus), aber für ecuadoriansiche Verhältnisse gar nicht so lang und ich kann nur sagen, es hat sich ausgezahlt – ich sag nur blaues Meer, schöner heller (aber auch heißer) Sand, ein geniales Schattenzelt für 3, ein superbilliges, aber schönes Hotel (4 $ die Nacht) mit Hängematten am Balkon, gutes Essen und auch gute Cocktails – mmhh- es war auf jeden Fall herrlich
Canoa ist klein aber fein – und wir waren uns einig, dass es auch ein bisschen ein Aussteigerdomizil für amerikanische Surfer ist – wir haben auf jeden Fall einen Haufen dort angetroffen
Sorry, dass es diesmal so lang mit den Bildern gedauert hat - aber bin vorher irgendwie nicht dazugekommen:
der Strand mit den Schattenspenderzelten
gemuetlich in der haengematte vorm cocktailtrinken
gemuetliches lagerfeuer am abend
morgenstimmung
nette umgebung oder?
damit ihr wisst, dass mich noch gibt - bin nach wie vor ziemlich kasig aber was solls - es kann nicht jeder braun sein (und ich wollt nicht schon wieder einen sonnebrand kriegen)
--> mehr gibts die woche nicht - aber naechstes WE gehts dann in den Oriente - ist unsere letzte Aktion mit Birgit - denn sie duest am Gruendonnerstag wieder in Richtung D
Bettistrip - 21. Mär, 23:11
Es gibt wieder mal was neues von der Arbeit.
Ich hab letzte Woche mit Diana, der Chefin des Zentrums gesprochen und wir wollen versuchen, eine DVD zu machen, auf der kleinere Beiträge zu verschiedenen Themen drauf sind, die dann für Fortbildungen für die Mütter verwendet werden können, denn die DVDs, die hier teilweise zum Einsatz kommen, sind meines Erachtens zum Teil zu vergessen, weil sie von total schlechter Bildqualität sind, teilweise in Englisch mit spanischen Untertitel und teilweise auch viel zu abgehoben und abstrakt – ich find, die Mütter hier sind zwar alle wirklich nett, aber doch sehr einfach gestrickt – Daniel und ich haben z.B. letzte Woche ein Mensch ärgere dich nicht gebastelt und ich hab bemerkt, dass sich einige sogar beim Zählen richtig plagen Bildungsniveau ist also teilweise nicht so hoch (heißt aber nicht dass alle so sind) ich möchte auf jeden Fall was machen, dass ein bisschen praxisnäher ist, hoffentlich für die direkt Umsetzung besser geeignet – mal schauen, obs uns gelingen wird – haben auf jeden Fall beschlossen, es zu versuchen und wir wollen mit dem Thema Hygiene anfangen und wenns uns taugt manchen wir mehr und wenn nicht, dann eben nicht – aber dann habens wirs wenigsten versucht – freu mich schon drauf und ich werd das nächste WE mal dazu verwenden einmal eine kleine Demo zusammenzustellen (hab nämlich schon eine Powerpoint Präsentation zu dem Thema bekommen, die wir als Grundlage nehmen können)
wenn alles gut geht, hab ich vor an den Vormittagen und den ganzen Mittwoch mit den Mamis und den Kindern zu arbeiten und am Nachmittag am DVD Projekt, denn an den WE möchte ich wenns geht frei haben und aus Sto. Domingo raus
Was hat sich noch getan – Daniel ist leider seit dieser Woche nicht mehr im CRN, er arbeitet seit Mo in Porto Quito in der Schokoladenfabrik der Fasca – das ist sehr schade, weil einfach total viel Spaß gemacht hat mit ihm und den Müttern was zu machen – haben uns nämlich ganz gut ergänzt und ganz schön viel herumgeblödelt (und zu zweit kann man einfach besser lästern, noch dazu in deutsch, wenn sonst keiner versteht – deutsch ist hier wie eine Geheimsprache ;-))
Aber ich hab seit ca. 2 Wochen meinen fixen Kochtag mit den Müttern und zwar jeden Mittwoch – am Vormittag koch ich mit den Externos, den Müttern, die am Nachmittag nach Hause gehen und am Nachmittag mit den Internos, den Müttern, die unter Woche hier wohnen – das mach unheimlich viel Spaß und bisher hat ihnen auch alles gut geschmeckt (haben Palatschinken und Letscho (haben sogar einige dann gleich zu Hause ausprobiert) gekocht – und diese Woche gibt’s Spinatrisotto) – ich hab auf jeden Fall vor jede Woche was europäisches (oder ev. auch mal was asiatisches) zu kochen – auf jeden Fall, was einfachen, mit viel Gemüse und wenns möglich ist, auch was, wo viele mithelfen können – und wenns geht auch was fleischloses, denn hier gibt’s wirklich jeden Tag Reis und Fleisch zum Mittagessen glaub ein bisschen eine Alternative dazu schadet nicht
Und ich hab diese Woche auch eine Einladung bekommen, Diana einmal im Monat aufs Land zu begleiten – weiß zwar noch nicht genau, was wir dort machen werden – wird aber sicher interessant und lässig – sie ist nämlich eine total eine liebe und lustige.
Bettistrip - 21. Mär, 23:05