Das WE haben Kathrin, Birgit und ich auf 4000 m Höhe bei der Laguna Quilotoa verbracht.
Nach einer kurzen Nacht gings am Sa um 7:00 los ins Richtung Latacunca und danach mit einem kleineren Bus rauf in die Berge – nachdem der Bus ziemlich voll haben wir leider stehen müssen und unsere Spekulationen, dass eh sicher bald wer aussteigen wird, sind leider nicht beherzigt worden – was leider ein bisschen blöd war, denn irgendwie ist mir dünne Luft nicht so gut bekommen und mir auf einmal kotzübel bzw. mein Kreislauf im Keller (3500 Höhenmeter innerhalb von ca. 3-4Std war vielleicht doch ein bisschen viel) – Gott sei Dank hat mich Kathrin gerettet – ich hab mich auf ihren Rucksack gehockt und brav Atemübungen gemacht – dann wars besser und ich hab das letzte Stück dann auf meinem Rucksack sitzend verbracht, weil wir leider getrennt wurden und vom Busfahrer beschimpft, weil wir zu viel Platz ins Anspruch nehmen – schließlich hätt ja noch eine halbe Person mehr Platz gehabt, wenn ich nicht auf meinen Rucksack gesessen wär.
Als wir dann in Quilottoa angekommen sind, wars Gott sei Dank mit der Übelkeit vorbei und wir sind das letzte Stückerl bis zum Ort ganz gemütlich spaziert – auf dem Weg zum Ort haben uns dann ein Mann mit Hut auf einem Fahrrad sitzend angesprochen und uns eingeladen in seinem Hostal zu wohnen – haben beschlossen, es mal anzuschauen hat uns gut gefallen, also sind wir geblieben (hatte so was von Alpenvereinhüttenfeeling – sprich Matratzenlager).
unser hostal
leute vom ort
Nach einem gemütlichen Tasserl Tee oder Cacao sind wir dann runter zu Laguna gestapft, haben dann ein gemütliches Pauserl gemacht und ab gings wieder nach oben, was wirklich schön (auch gut besucht – haben wieder einmal jede Menge Deutsche und Amerikaner angetroffen), aber auch ein bisschen anstrengend, weil die Bewegung in 4000 m Höhe hats dann doch in sich.
weg runter zum see
Nach einem guten Abendessen und einem gemütlichen Schwätzchen am Ofen mit der Familie (denn am Abend wars dann doch ziemlich frisch) gings mit guter Nachtgeschichte (über einen Condor, der sich verliebt) ins kuschelige Bett – war echt fein sich in den Schlafsack reinzuknuddeln – auf jeden schön warm und sehr erholsam – es war auch lustig, weil die Kinder der Familie bei uns im Raum geschlafen haben – es waren 4 an der Zahl und sie haben gemeinsam mit 2 Decken in einem Bett geschlafen – war nett mit anzuhören, wie sie sich so auf Quetschua unterhalten haben – hat sich auf jeden Fall sehr liebevoll angehört, wie sie so miteinander geplaudert haben.
kinder im bett
Am nächsten Tag gings dann zeitig raus, denn wir hatten vor die Lagune noch zum Umrunden – geplante Gehzeit 4-5 Stunden – der Morgen war wunderschön, dass Wetter endlich einmal wirklich schön sonnig – und das genialste überhaupt war, dass wir in der Früh endlich die Gelegenheit hatten, endlich auch einmal Vulkane zu sehen (Iliniza und ein Stücken des Cotopaxi) – hab die Vulkane ja schon auf meinen letzten Reisen gesehen und trotzdem muss ich zugeben, dass sie mich jedes Mal auf neue faszinieren und überwältigen – sie sind einfach nur schön, eigentlich war die ganze Landschaft dort wunderschön.
quilotoa ort
morgenblick
blick auf den iliniza
Bin ganz stolz auf mich, denn ich hab für die Umrundung zwar fast 5 Stunden gebraucht und ich bin mir auch über weite Teile wie eine Oma vorgekommen, die so vor die hinschnauft, aber ich habs geschafft und meine Knie waren diesmal gar nicht beleidigt war einfach nur schön und ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich aufs Wasser danach gefreut hab.
Zu guter letzt hatten wir noch totales Glück, weil wir gleich einen Bus, diesmal mit Sitzplatz bekommen haben und auch der Anschluss nach Sto. Domingo war ohne große Wartezeiten.
Ich kann nur sagen, ein WE in den Bergen, ist wirklich total erholsam – es hat total gut getan und ich habs echt gebraucht, um meinen Kopf wieder frei zubekommen kann also nur empfehlen -ab in die Berge
Bettistrip - 14. Mär, 01:24
Ich war letzte Woche am Do und Fr das erste Mal mit Maria Elena (eine Sozialarbeiterin des Zentrums) mit, um Familie zu besuchen, die aus irgendwelchen Gründen nicht ins Zentrum kommen können.
Am Do waren wir nur bei einer Familie, wo die Mutter abgehaut ist und der Familie ernährt, er ist untertags nicht zu Haus, weil er gerade Arbeit sucht oder arbeitet – auf jeden Fall schmeißt die älteste Tochter den „Haushalt“ und kümmert sich um die Familie, sie ist ca. 11 oder 12 und hat noch 3 Geschwister (Mädel mit ca. 8, Bub mit ca. 3-4a und ein Baby) – wir haben ihnen, Pappillas und Choladas (schauen so ähnlich aus wie ein Babybrei, denn man aus Pulver zusammenmischen kann und sie sollen laut Maria Elena alles enthalten, was die Kinder so brauchen) vorbeigebracht – haben auch ein bisschen sauber gemacht und mit Hilfe der Nachbarin, die so nett war, dass Wasser, dass wir gekauft hatten zu wärmen, haben wir dann Choladas für die Kinder gemacht – wir haben im ganzen Haus nichts zu essen gesehen, keine Ahnung, wovon sie sich ernähren. Bett hab ich auch keins gesehen – keine Ahnung wos sie schlafen. War auch jeden Fall ziemlich heftig.
Am nächsten Tag haben wir dann eine total liebe Familie (Mutter Carmen mit 3 Kindern (Oswaldo (7), Andi (5) und David (ca. 1a)) nach Hause gebracht – sie haben 5 Wochen bei uns im Zentrum verbracht und auch dort gewohnt und sie haben mich eigentlich von Beginn an begleitet – bevor wir weggefahren sind, waren wir alle noch total ausgelassen, haben gerumgetollt und herumgeblödelt – dann gings los, und ganz kurfristig durfte auch Daniel mit - zuerst haben wir versucht, den Vater der Kinder, der abgehaut ist zu finden, habens irgendwie nicht geschafft sind dann weiter zum Haus gefahren – je näher wir dem Haus gekommen sind, desto ernster wurden die Blicke von Carmen und Oswaldo – mit Hilfe von Carmens Wegbeschreibung haben wirs dann geschafft, die richtige Straße zu finden – ich hab keine Ahnung, wie sich die Leute hier orientieren, für mich hat alles gleich ausgeschaut – hier gibt es einfach nur viele ganz einfach Häuser, teilweise aus Stein, teilweise aus Holz, teilweise eine Kobination aus beiden – aber insgesamt, schaut alles sehr ähnlich aus und als wir Maria Elena gefragt haben, wie sie die Häuser der Familie, die sie betreut wieder findet, hat sie gesagt, sie prägt sich einfach das Haus, wo sie hin muss, total genau ein und irgendwie funktioniert ihr System, denn wir haben überall hingefunden – also wir sind dann an der Kreuzung stehen geblieben und sind das letzte Stück zu Fuß gegangen, denn in die Gasse, wo die 4 wohnen, ist einfach kein Platz für ein Auto, der Boden ist hier so wie im ganzen Viertel erdig (lehmig) und dann waren wir auf einmal da – wir standen vor einer Holzbaracke mit einem ganz kleinen Garten, wo eine Henne wohnt, die keine Krallen mehr hat. Das Haus ist sehr klein, besteht aus einer ganz kleinen Küche, in der auch die Wäsche aufgehängt wird, einem kleinen Sitzplatz und einem Bett (Art Hängematte), wo alle gemeinsam schlafen – als weiteres Haustier gibt’s eine Katze, die weitere lästige Mitbewohner vom Leibe halten soll.
Es war eine voll arge Situation, weil Carmen, wirklich eine total gescheite und meines Erachtens sehr weise Frau ist, meist sehr gepflegt und total lieb im Umgang mit ihren Kindern und auch die Kinder sind wiff, besonders Oswaldo – sie haben sich einfach total geschämt, dass wir sehen, wie sie hausen – der Abschied hat echt wehgetan – so noch als Detail am Rande, diese 4 kommen mit 30 $ im Monat aus – Daniel und ich haben beschlossen, dass wir für die Schule von den Kindern aufkommen wollen, wär eine echte Verschwendung, wenn Oswaldo nicht in die Schule gehen könnt.
All diese Erlebnisse waren sehr hart, aber auch interessant, weil sie vieles ins rechte Licht rücken und manchmal auch verständlicher machen, wieso jemand etwas so oder so argiert oder handelt und sie machen einem nochmals bewusst, was eigentlich die wirklichen Probleme sind und stellen die Arbeit des Zentrum wieder in ein neues Licht.
Bettistrip - 14. Mär, 01:22
Jetzt bin ich schon ein bisschen über ein Monat hier und hab mittlerweile, glaub ich zumindest, einen ganz guten Überblick über Sto. Domingo. Hab beschlossen euch ein bisschen was über den Ort und seine Leute zu erzählen.
Sto. Domingo, oder eigentlich Sto. Domingo de los Colorados, liegt westlich von Quito (ca. 3 Std. mit dem Bus zu erreichen) in einer Höhe von ca. 500 m (im Vgl. Quito liegt ca. auf 3000 m). Es liegt somit an Beginn der Costa. Sto. Domingo ist kein sehr schöner Ort, er beeindruckt nicht durch seine Bauwerke, durch seine Sehenswürdigkeiten, durch seine Sauberkeit – hat eigentlich auch keine besondere Ausstrahlung (zumindest auf den ersten Blick nicht) – es ist eher eine Stadt, in der sich alles sammelt – ich finds sehr multikulturiell – hier sind sowohl Leute mit indigenen Einschlag, spanischen Ursprungs, aber auch Schwarze zu finden – es gibt hier eine schöne Mischung von all diesen unterschiedlichen kulturellen Einflüssen – aber es gibt hier, auch wenn weniger extrem wie in Quito ein, ein starkes Gefälle zwischen arm und reich – es gibt hier Gebiete, wo wirklich arme Leute wohnen, die sprichwörtlich von der Hand in den Mund leben, aber auch Leute, denen es wirklich gut geht, die z.B. genug Geld haben, um im Lxuseinkaufszentrum sich mit Sachen einzudecken (wir gehören eindeutig zu dieser Gruppe) – man hat hier manchmal das Gefühl, dass alles nicht zusammenpasst –z.B. das Nobeneinkaufszentrum (Pasejo Shopping, wo auch ein Kino und einen Restaurantbereich gibt), passt irgendwie überhaupt nicht zum restlichen Bild des Ortes – bzw. stimmt eigentlich das nicht ganz, denn eigentlich gibt es gar kein typisches Sto. Domingo – oder vielleicht macht gerade Sto. Domingo dieses samosurium aus allem möglichen aus – man hatt auf jeden Fall hier den Eindruck, dass hier überall Häuser stehen, wos möglich ist und nachdem hier noch ein bisschen hügelig ist und es hier ordentliche Graben gibt – sind eben dazwischen gegrünte Teile, wo dann Bananen und diverse andere Pflanzen wuchern (die große Ausnahme soll aber der botanische Garten sein – den hab ich allerdings noch nicht geschafft) – es gibt dadurch eine Menge Umfahrungen – man weicht einfach diesen natürlichen Hindernissen aus und baut einfach drum herum
Was mir hier aber wirklich taugt, ich muss zugeben, dass hat wirklich dieses erste Monat gebraucht, ist nicht das Sto. Domingo der Ort, sondern die Leute mit denen ich zu tun hab – mein Eindruck von der FASCA und den Leuten, die diese bilden, die für sie arbeiten, ist ein total guter – viele meiner Kollegen sind hier sehr, sehr engagiert – und wenn auch vieles hier für einen „Europäer“ wie mich, der gewohnt ist, vieles zu planen oder zu organisieren und das dann auch „schnell“ durchzuziehen, nicht ganz leicht verständlich ist bzw. erst auf den zweiten Blick erkennbar wird – man lernt hier auf jeden Fall flexibel zu sein und vieles lockerer zu nehmen (das nimmt, glaub ich wirklich jeder, der hier ein Zeitel verbracht hat, mit) - so macht vieles wirklich Sinn und hat Hand und Fuß und viele Dinge dauern hier viel länger, aber irgendwann gelingt dann doch und es geht wieder ein Stückchen weiter – ich hab z.B. letzten Fr eigentlich durch Zufall herausgefunden (sie haben nämlich versucht, zwei Patientenliegen in Maria Elenas Auto zu verstauen und ich hab dabei geholfen, damit sich wirklich ausgeht und bin dann zum Ausladen einfach mitgefahren), dass das Zentrum, in dem ich arbeite eine Art Zweigstelle in einem Armenviertel hat, und einmal pro Woche gibt’s dort ärztliche Versorgung – für diese Arbeit gibt es z.B. einige Ärzte-Voluntaria (sprich Ärzte, die ehrenamtlich arbeiten) und ein paar Krankenschwestern und Sozialarbeiterinnen man sieht hier so ein deutliches Bemühen, die Lage der Leute zumindest ein bisschen zu lindern, ihnen das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleine sind, dass einfach jemand Interesse zeigt und versucht ihre Situation wenigsten ein bisschen zu verbessern - was für mich auf jeden Fall genial ist, dass ich diese Woche am Donnerstag oder Freitag mit Maria Elena (einer der Sozialarbeiterinnen) mitfahren darf, um Leute, die aus irgendwelchen Gründen nicht ins Zentrum kommen können, zu besuchen und mit ihnen zu arbeiten (z.B. Strategien zu finden) – lt. Daniel der letzte Woche mit war, werden die Leute ca. bis zu 2 Jahren, nach der „Erstversorgung“ im Zentrum (auf welche Art auch immer diese war) betreut wird sicher sehr spannend, aber auch sehr hart.
Zusammenfassend kann ich also sagen, dass man hier neben all dem vielen Regen, der nicht immer leicht zu verkraften ist, dem Ort selbst, der mit Sicherheit nicht der schönste ist (komischerweise gibt hier auch nicht viele Touristen – weiß gar nicht warum ;-), hier wirklich schön ist, weil die Leute lässig sind, mit denen wir hier leben.
einer der hauptstrassen in sto domingo
haeuser in der umgebung
der schoenerer, sichere teil von sto domingo
bombulli - unser hausberg
unserer orientierungspunkt - die nichtfertige cathedrale - ist ganz in der naehe unseres hauses
die "gepflegten gruenflaechen in sto domingo
hier wird gebaut, wo platz ist - armes viertel
Bettistrip - 6. Mär, 00:11
Hab euch ja schon erzählt, dass es in Sto. Domingo eine deutsche Volunataria gibt, Birgit, mit der wir z.B. letzte Woche in La Perla waren. Letzte Woche hat sich herausgestellt, dass Sto. Domingo ein richtiges Nest für deutsche Voluntaria ist – die Zahl hat sich seit letzter Woche verfünfacht seit Di sind Daniel (mit dem ich auch zusammenarbeite) und Barbara da und seit Do sind Elisabeth und Johanna wieder aus Bolivien zurück – haben diese Tatsache gestern Abend gleich ausführlich gefeiert und sind gemütlich in einer Bar tanzen gewesen – das war echt lässig – war wirklich lustig – mir haben nur die 3 Ecuadorianer, die Birgit auch eingeladen hatte leid getan, denn es war eine klare deutsche Dominanz beim Sprechen zu bemerken – aber tanzen ist ja Gott sei Dank international ;-)
Ich versteh mich auf jeden Fall mit Daniel, Barbara (die leider nur für 2 ½ Wochen da ist) und mit Elisabeth total gut – sind wirklich total liebe Leute die nächsten Monate werden sicher total super und sehr, sehr lustig – haben auf jeden Fall ausgemacht, dass sie nächste Woche am Abend mal zum Palatschinken Essen vorbeikommen (mit Früchten und Nutella oder Marmelade mmmhhhh!) – da ist schon ziemlich lässig, dass wir ein Haus für uns haben und tun und lassen können war wir wollen und das wir öfters Gäste haben ist Gott sei Dank für Lucia auch kein Problem (ich glaub sie sieht das recht locker) für Kathrin und mich kommen auf jeden Fall sehr lässige Zeiten auf uns zu
Bettistrip - 4. Mär, 00:25
Kathrin, Birgit (eine deutsche Voluntaria) und ich waren gestern in dem Nationalpark La Perla. Ich kann nur sagen, es war total interessant und sehr, sehr schön – hat total gut getan.
Wir sind um 8:00 mit dem Bus aufgebrochen, zuerst zum Terminal Tereste, dann mit dem Bus Richtung Esmeralda und nach ca. einer halben Stunde waren wir schon da – wir haben beim Rausschauen aus dem Fenster das Schild „La Perla“ entdeckt schnell raus aus dem Bus und los gings – lt. Reiseführer hätten wir eigentlich 5 $ Eintritt zahlen müssen – war aber nicht, es waren auch nur wir dort, wir haben erst kurz vorm Rauskommen auf der Straße auf der anderen Seite ein paar Plantagenarbeiter getroffen – La Perla ist eine wirklich interessante Mischung – z.B. gibt’s richtige Urwaldstücke und dann wieder bewirtschaftete Plantagenstücke (Ananas- oder Bananenplantagenstücken). – landschaftlich ist es auf jeden Fall wunderschön und auch die Geräuschkulisse (Vögeln, Grillen und vieles mehr, dass ich leider nicht zuordnen konnte) ist einzigartig.
Stell euch ein paar Bilderchen rauf, damit ihr euch vorstellen könnt, wies dort ausgeschaut hat ;-)
birgit und kathrin
wegstueck
fantastische planzenwelt 1
fantastische planzenwelt 2

schmetterlinge
bananenstauden
haben auf jeden Fall vor ab jetzt jedes WE zumindest ein Kleinigkeit zu machen und aus Sto. Domingo rauszukommen.
Bettistrip - 25. Feb, 21:38
Diese Arbeitswoche war ziemlich kurz diese Woche, denn wir hatten ja Mo und Di frei, weil Karneval ist. Was fein war, die letzten 2 bzw. 1 ½ Wochen, ist, dass auch ältere Kinder (4-8a) da waren und ich diese überhatte – war doch viel leicht etwas zu finden, was ihnen Spass macht – haben viele Märchen gelesen (was auch für mein spanisch gut war), gemalt, Puzzles gemacht und viel Bewegung draußen.
Ich hatte auch diesen Freitag meine erste „Teambesprechung“ mit Chanena und sie hat mir erzählt, dass Daisy (Chefin der Fasca) und sie beschlossen haben, dass ich mehr Verantwortung übertragen bekommen soll – habs als Kompliment genommen und mich sehr drüber gefreut, danach haben wir überlegt, was wir diese Woche so alles machen könnten – es wird jeden Tag eine Aktion geben für die Älteren und eine für die Jüngeren und ihre für die Mütter – ich wird bis auf Mi die Älteren überhaben und Chanena macht das Programm für die Mütter und ihre Wutzis – und was mir taugt, ich darf jeden Donnerstag bei den Charlas dabei sein – das sind Infoveranstaltungen für die Mütter, wos um Ernährung, Essen, aber auch mal Sexualerziehung geht – das CRN ist da wirklich ziemlich vielseitig und arbeitet meines Erachtens sehr professionell. Und ich bin heute auf vom Padre beauftragt worden, drauf zu schauen, dass Kinder auch genug zu essen bekommen, denn es gibt ab und zu Mütter, die selber einen großen Hunger haben, weils z.B. bei ihnen zu Hause zu wenig gibt, und da kanns schon passieren, dass sie mehr selber futtern und die Kinder ein bisschen auf der Strecke bleiben. Es ist überhaupt interessant zu beobachten, wie das Essen hier abspielt – in den ersten beiden Wochen, waren z.B. Mütter da, die gern in Gemeinschaft gegessen haben und nur ganz wenige haben ihren Tisch am Rand stehen lassen.
Hier im Zentrum ist es nämlich so, dass die Tische und Sesseln fürs Essen erst im Speisesaal aufgestellt werden, danach werden sie am Rand gestapelt, damit das Aufwaschen einfacher ist. Letzte Woche wars dann aber einmal so, dass ein Schippel „faulerer“ Mütter waren und sie haben sich einfach nur Sessel geholt und die Tische am Rand stehen lassen jede Mutter hat für sich am Rand gegessen – manchen waren sogar zu faul, und haben auf der verkehrten Seite des gestapelten Tisches ihren Teller abgestellt und gegessen Esskultur ist ganz anders hier, es gibt hier überhaupt einen ganz anderen Zugang zum Essen – hab, weil mich das ziemlich gestört hat (find einfach gemeinsames Essen total wichtig und viel gemütlicher – gehört für mich einfach zum Wohlfühlen dazu), dann mit den älteren Kindern die Tische fürs Essen schon früher in der Mitte aufgebaut da ist es ihnen praktisch nicht anderes übergeblieben, als gemeinsam zu essen – sie haben sich auch teilweise ganz gut unterhalten ;-)
Einiges hier ist schon ordentlich gewöhnungsbedürftig für mich – aber die Arbeit wird jeden Tag lässiger
Bettistrip - 25. Feb, 21:35
Lucia, Kathrin und ich waren das letzte Wochenende in Otavalo, das ist ein kleines Städtchen im Norden von Quito, der total berühmt für seinen Indianermarkt ist – komischerweise war dies auch genau der Grund, warum wir dort hinwollten ;-)
Wetter in Sto. Domingo vor unserer Abreise nach Otavalo
Trotz stroemenden Regens konnten wir uns am Freitag aus Sto. Domingo losreissen und ab gings über Quito, wo wir den Bus wechselten, nach Otavalo – wo wir nachdems schon ziemlich spaet war schnell ein Hotel suchten (um allen Wünschen Lucias zu genuegen, waehlten wir diesmal ein etwas teureres, dafuer aber mit Fruehstueck) und wir genossen schon am ersten Abend das warme Wasser der Dusche – was so Kleinigkeiten so alles ausmachen können.
Nach einem herrlichen Frühstück mit frischem Jugo, knusprigen Gebäck mit Marmelade und Eiern im Glas gings dann gemuetlich zu Fuss auf dem Markt zum Shoppen – nach einer kleinen Runde des Schauen und Gustierens, schlugen wir dann zu, denn eigentlich ist es ja unmöglich in Otavalo nichts zu kaufen – wir hatten uns vorgenommen, die ein oder andere Kleinigkeit für unsere Zimmer zu besorgen und ich war froh, dass ich doch meinen größeren Rucksack mitgenommen hab, denn irgendwie hab ich noch nie geschafft in Otavalo nur ganz wenig zu kaufen (zu meiner Verteidigung muss ich zugeben, dass in Rucksack schon noch einiges Platz gehabt hätte, war also bei der Rückfahrt nicht randvoll, aber doch voller ;-)
Otavalo der Markt - nah da bekommt man schon Guster zum Einkaufen oder?
3 typische otavalienische Frauen
Zu Mittag haben wir dann Lucia getroffen, sind eine Kleinigkeit Essen gegangen und haben dann beschlossen nach Cuicocha zu fahren. Das ist ein Vulkansee, der sich in einem Naturreservoir in der Nähe von Otovalo befindet (ca. 1 Std mit Bus und Pickup).
Auf dem Weg dorthin haben wir im Bus noch eine nette Franzoesin getroffen, die mit uns dann um einen Teil des Sees spaziert ist. Obwohl das Wetter nicht total berauschend war, war der Ausflug wirklich superschön und hat wirklich gut getan.
Largo Cuicocha
Pflanzenwelt am Cuicocha
Regenbogen am Cuicocha
Es war auch fein, am Abend nur mit Kathrin gemuetlich Abendessen zu gehen (das Essen war super und die Jugo überhaupt genial)
Am Sonntag gings dann nochmals kurz auf den Markt und anschließend noch in den Garten des Hotels zum Sonnenbaden – dort gab nämlich Liegestühle und lässige Musikuntermalung von der Nachbarbar.
ich gemuetlich im Liegestuhl
Am frühen Nachmittag gings dann wieder zurück nach Sto. Domingo, wo wir gleich wieder von einem schönen Regenschauer empfangen wurden.
Ich hab das Wochenende auf jeden Fall total genossen – es hat gut getan einmal als Sto. Domingo rauszukommen, sich einfach gut gehen zu lassen, gemütlich zu shoppen und jede Menge Jugos zu trinken – komischerweise gibt’s nämlich in Sto. Domingo nicht viele bzw. eigentlich keine Jugostanderl – man kriegt Cola und andere Getränke an jeder Ecke, auch Internet gibt’s hier zum Saufüttern, aber Jugos, obwohl sie hier eigentlich direkt an der Quelle sind, nicht so viele - wär vielleicht eine echte Marktlücke
Bettistrip - 20. Feb, 00:59
Es ist feucht, sehr feucht mit einem Hauch von Sonnenschein.
Gestern hat z.B. fast die ganze Nacht orkanartige Regenfaelle gegeben - es hat sogar in mein Zimmer auf mein Bett geregnet
(bin dann in unser "Esszimmer ausgewandert" - morgen werden aber Gott sei Dank die Loecher gestopft ;-))
Dachreparatur in meinem Zimmer (bin ja gespannt, ob's jetzt passt - konnten naemlich nicht von aussen ran, weil das Dach zu klitschig war)
Marko und der Padre (jetzt wisst ihr endlich wie er aussieht :) beim Dachreparieren in Kathrins Zimmer
Chucha Madre, que´ huevada! (sinngemäß zumindest nach Aussagen von Diana: Nein, dass gibt’s nicht – da greifst da am Kopf)
Bettistrip - 20. Feb, 00:57
St. Valentin ist hier in Ecuador sehr wichtig – es ist der Tag der Liebe und der Freundschaft und wir hier sehr ausführlich zelebriert und es gibt natürlich auch jede Menge Geschenke ( hab heute z.B. eine Kette bekommen)
Bei unserer dienstäglichen Reunion der Fasca gabs deswegen eine kleine Überraschung – Diana meine Chefin hatte eine Band organisiert und neben kleinen Ansprachen, Viva-Rufen, und vielem mehr gabs also auch ein bisschen Live-Musik zu der am Schluss sogar getanzt wurde (ich bin ja Gott sei Dank verschont geblieben – aber Kathrin haben sie voll erwischt ;-)
Band bei der Reunion
Saenger singt von Amor (Liebe), Corazon (Herz) und Amistad (Freundschaft)
Kathrin tanzt mit dem Arzt vom CRN (meinem Ernaehrungsinstitut)
Und am eigentlichen Valentinstag hat mich eine meiner Mamis (Nancy) ins Pasejo Shopping zu Essen und Musik eingeladen – ich kann nur sagen, so ab und zu ein bisschen Junk-Food (Chinesisch) und mit echt ecuadorianisch-mexikanischer Radio-Arabella Musik in einer heimeligen amerikanischen Umgebung, dass kann schon was am Valentinstag
beruehmte ecuadorianische Band spielt auf
Nancy und Ivanna shaken zur Musik
das ihr wisst, dass ich noch leb ;-)
Bettistrip - 20. Feb, 00:44
hab mir gedacht - ich stell mal ein paar Fotos von meinen Wutzis ins Netz - nur damit ihr eine Idee bekommt, wie klein die wirklich sind ;-)
Andrea und Gabriel
Pilar und Brandon
Junior und seine Mama
Nancy und Ivanna
beim essen
nochmals beim essen --> essen ja ziemlich oft ;-)
unser spieleteppich
basteln - die action der woche - bastelten muñecas (Puppen)
Bettistrip - 12. Feb, 00:21
Wem fallen total einfache Sprüche, Reime, Bewegungsspiele oder sonst was geniales ein, die ich mit meinen kleinen Wutzis (sind alle so um 1 Jahr alt) machen könnt – super wär z.B. auch was spanisches, denn dann muss ich nichts übersetzen – freu mich auf jeden Fall über jede Idee - als „Belohnung“ gibt’s dann was ecuadorianisches – versprochen!!!
Bettistrip - 9. Feb, 00:28
Meine erste Arbeitswoche ist jetzt fast vorbei – ich hab heute sogar schon meine „Dienstkleidung“ bekommen – ich komm mir schon vor, wie zu Haus mit meinem weißen Mantel (meiner hier geht allerdings nur bis zu Hüfte – ist somit eher wie die Diensthemden in KH Hietzing (ehemals Lainz ), hat aber praktische Seitentaschen und ist sehr angenehm, weil ich doch ziemlich viele verschiedene Flüssigkeiten von den Kinderchen ab bekomm – die ersten Tage bin ich mir am Abend wie ein lebendes Trensbartel (oder wie ein Windel, die man zum Abwischen von den Mündern der Kleinen verwendet) vorgekommen – und war immer total happy, wenn ich am Abend nach einer angenehmen kühlenden Dusche in frische, saubere Kleider schlupfen durfte. Abgesehen von Lucia, die sich einen Durchlauferhitzer in ihrer Dusche installieren ließ, haben wir hier nur kaltes Wasser, außer es war den ganzen Tag total heiß und das Wasser aus dem Tank auf dem Dach hat sich aufgewärmt – das klingt zwar voll oarg, ist es aber überhaupt nicht, denn hier ist zwar ziemlich oft ziemlich bewölkt, aber doch sehr schwül und recht heiß, besonders, wenn z.B. in der Nacht oder auch untertags so richtig schön schüttet.
Vor ein paar Jahren hat mir einmal ein Ecuadorianer im Amazonas erzählt, dass es hier eine nasse und eine sehr nasse Jahreszeit gibt – wir sind derzeit in der sehr nassen Phase es ist also ziemlich schwül hier, aber Gott sei Dank nicht ganz so unerträglich heiß, hat immer so schätzomativ um die 25-30°C – ist also zum Aushalten
Was lässig ist, ist, dass das CRN (Ernährungsinstitut) nicht total weit weg ist, ich geh zu Fuß hin und zurück – brauch dafür ca. eine ½ Stunde – hab somit auf jeden Fall eine Stunde Bewegung für meine Füße jeden Tag und meinen Bizeps trainier ich derzeit mit Kinder und Wasserflaschen schleppen ihr werdet Augen machen, wie viele Muskel ich haben werd, wenn ich wieder zurückbin ;-)
Bezüglich Bewegung ist auch ziemlich genial, dass unser Hof schön groß ist – wir spannen uns einfach ein Kabel in der Mitte und können so ohne Probleme Volleyball spielen – funktioniert wirklich gut.
Und was wirklich schön ist, dass wir uns hier bei uns im Haus so richtig gemütlich haben und es hat sich alles total gut eingespielt – Lucia kocht z.B. sehr gerne und wir dürfen dann am Abend bei ihr ein bisschen mitessen und steuern z.B. einen Salat bei und bzgl. Einkaufen steuert jeder irgendwas bei, was ihm grad so einfällt – auf jeden Fall kann jeder auf alles zugreifen ist total unkompliziert und wird auf Dauer sicher gut funktionieren
(Lucia hat sich übrigens als eine total Liebe herausgestellt, die zwar manchmal ein bisschen anstrengend sein kann (weil sie z.B. umheimlich gern einkaufen geht und sie schleppt jeden Tag ein neues Drum heran) aber im Grunde ist sie total sozial und unkompliziert )
Bettistrip - 9. Feb, 00:24
Hallo allerseits!
und wir waren gesterm schon fleissig und haben unsere erste Waesche hier gewaschen (echt handmade)
heut war mein erster Arbeitstag- ich arbeite im Ernaehrungsinstitut der Fasca und zwar gemeinsam mit Chanina, die die Betreuung der Muetter und ihrer kranken oder unterernaehrten Kinder ueberhat. Sowohl die Muetter als auch ihre Kinder sind alle sehr jung, die Muetter sind grossteils < 20a und haben mindestens schon 1 Kind und die Kinder, die sie mithatten sind grossteils unter 2 a, d.h. eigentlich eine Altersklasse, mit der ich noch nicht gearbeitet hab - auf jeden Fall hat ich noch nie mit so vielen auf einem Haufen zu tun - hab mich heut deswegen ein bisschen mullmig gefuehlt, weil ich auch nur die Haelfte verstanden hab - sie reden naemlich alle ziemlich schnell --> ingesamt ist aber die Arbeit glaube ich recht interessant, weil die Schicksale und die Geschichten der Leute spannend sind und weil sie sehr, sehr sinnvoll ist und die Kinder und auch die Muetter, weil sie hoffentlich durch die Schulungen und die bessere Ernaehrungen, ein Gfuehl dafuer bekommen, wies besser weitergehen kann
Bettistrip - 6. Feb, 00:21